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Dienstag, 16. Mai 2017

Die unsichtbare Bibliothek

Titel: Die unsichtbare Bibliothek                                                                                       
Autor: Dr. Arno Hoven
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 432
ISBN: 978-3404207862

Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Dr. Arno Hoven, Bastei Lübbe


ALLES BEGINNT MIT EINEM BUCH ... Die unsichtbare Bibliothek - ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Hier werden einzigartige Bücher gesammelt und erforscht, nachdem Bibliothekare im Außendienst sie beschafft haben. Irene Winters ist eine von ihnen. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein viktorianisches London, wo eine seltene Version der Grimm’schen Märchen aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird nur allzu schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist. Und die anderen Interessenten gehen über Leichen, um zu bekommen, was sie wollen ...


"Die unsichtbare Bibliothek" ist der erste Band der "Bibliothekare"-Reihe von Dr. Arno Hoven. Die Geschichte ist aus der Erzählerperspektive und im Präteritum geschrieben.

Die Hauptprotagonistin Irene ist eine Bibliothekarin und wird beauftragt, ein seltenes Buch in einer Parallelwelt zu finden und in die Bibliothek zu bringen. Hierfür bekommt sie den Lehrling Kai an die Seite gestellt.

Bevor ein Bibliothekar die Parallelwelt betritt, erhält dieser von dem ortsansässigen Bibliothekar einige Informationen. Daher treffen Irene und Kai auf Dominic Aubrey. Von ihm erfahren sie, dass in dieser Welt die Technologie weniger verbreitet ist, aber dafür die Magie und damit verbunden magische Wesen wie Elfen, Vampire und Werwölfe weit verbreitet sind.

In der Regel sollen Bibliothekare wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Leider gestaltet sich dies etwas schwierig, denn das besagte Buch ist verschwunden. Und so beginnt eine wilde Jagd nach diesem Buch, denn Irene und Kai sind nicht die Einzigen, die danach suchen und gewinnen dabei nicht nur Verbündete.

Irene ist eine vorbildliche Bibliothekarin, die sich nichts zu schulden kommen lässt. Daher wirkt sie auch etwas unnahbar. Das wirkliche Alter ist nicht bekannt, da man in der Bibliothek nicht altert. Vom Verhalten und den Beschreibungen hätte ich sie auf Mitte 30 geschätzt.

Irenes Lehrling Kai ist ein charmanter junger Mann, schätzungsweise Anfang 20. Allerdings passt sein Verhalten nicht immer zu seinem Alter. Obwohl er Irene erst für diese Mission zugeteilt wird und er sie vorher noch nicht kannte, ist er ihr sehr loyal gegenüber, was ihn sehr sympathisch macht. Besonders gut hat mir gefallen, dass er nicht einfach hinter Irene herläuft und tut was sie sagt. Er hat seine eigene Meinung und so besprechen sie gemeinsam ihr Vorgehen.

Dr. Arno Hoven beschreibt die Szenen sehr detailgetreu. Der Schreibstil ist nicht einfach zu lesen, da man bei den vielen Nebensätzen konzentriert bleiben muss. Leider hat mir auch die Spannung etwas gefehlt. Das Ende an sich hat mir jedoch gut gefallen und macht grundsätzlich neugierig auf den zweiten Band.


"Die unsichtbare Bibliothek" ist der erste Band der "Bibliothekare"-Reihe von Dr. Arno Hoven. Die Hauptprotagonisten Irene und Kai finde ich sehr sympathisch und authentisch. Der nicht ganz so einfache Schreibstil und die fehlende Spannung waren Gründe, warum ich nicht ganz so gut in das Buch hineingefunden hab. Grundsätzlich macht das Ende aber neugierig auf Band 2.






Samstag, 25. März 2017

AnimA: Schwarze Seele, weißes Herz


Titel: AnimA: Schwarze Seele, weißes Herz                                              
Autor: Kim Kestner
Verlag: Arena Verlag
Seiten: 480
ISBN: 978-3401602523

Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Kim Kestner, Arena Verlag
Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show - er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann. Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.
"AnimA: Schwarze Seele, weißes Herz" ist ein Jugendroman von Kim Kestner. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive, im Präteritum geschrieben und in zwei Teilen aufgebaut.

Man taucht in die Welt von Abigail Dupont ein und erlebt den Sommer, in dem sie 18 wird, aus ihrer Sicht.

Abigail - von allen nur Abby genannt - ist ein sehr schüchternes und selbstloses Mädchen. Sie ist die Tochter eines Reverends und ist sehr gläubig. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Teenager in ihrem Alter so gar nicht rebellisch ist und manchmal sind ihre Handlungen für mich trotz ihrer Art schwer nachvollziehbar. Sie widerspricht nicht und ist in manchen Dingen zwanghaft.

Gleich zu Beginn ist man mitten in der Geschichte drin ohne großen Vorspann. Abby fährt mit ihrer Schwester Virginia, ihrer Mutter und ihrem Dad nach Acadia, einem Nationalpark in Kanada, wo sie jedes Jahr den Sommer verbringen. Abby ist das "Engelchen", was sich aber nicht immer im Verhalten ihrer Schwester gegenüber zeigt. 

Virginia ist das komplette Gegenteil von Abby. Sie ist rebellisch und trotzig. Ihr Aussehen ist Virginia eines der wichtigsten Dinge. Ich würde sie als typische Zicke bezeichnen. Und so verhält sie sich auch Abby gegenüber. Streit zwischen den beiden ist daher vorprogrammiert.

In Acadia trifft Abby auf den Zauberer Juspinn. Er ist Mitte 20, sehr geheimnisvoll und unnahbar. Durch seine abweisende Art macht er sich aber umso interessanter.

Abby ist in Acadia sehr bekannt und beliebt. Nur irgendwie verändern sich die Besucher Acadias zunehmend. Erst fällt es Abby nicht auf, aber irgendwann lässt es sich nicht mehr leugnen. Nur ihre Freundin Eyota, eine Indianerin, und sie sind immer noch sie selbst. Daher versucht Abby der Sache auf den Grund zu gehen.

Dabei muss sie immer wieder der Anziehungskraft von Juspinn widerstehen. Abby hatte noch nie einen festen Freund und diese Art der Anziehung ist ihr daher ein Rätsel.

Bei den Versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, kommen für Abby nur noch mehr Fragen auf, welche sie klären will.

Der Schreibstil von "AnimA: Schwarze Seele, weißes Herz" gefällt mir sehr gut, da er meiner Meinung nach genau in die Zielgruppe der Jugendlichen passt. Das Buch ist locker und modern umgesetzt. Der Spannungsbogen ist im Großen und Ganzen gut gelungen, wobei ich auf die eine oder andere kleine Länge verzichten hätte können. Diese fallen aber nicht zu sehr auf.
"AnimA: Schwarze Seele, weißes Herz" ist ein Jugendroman von Kim Kestner. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist in einer modernen Jugendsprache gehalten. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und die Charaktere sind gut umgesetzt. Daher kann ich das Buch nur empfehlen! Wenn ich euer Interesse geweckt habe, klickt einfach auf das Cover.


Sonntag, 12. März 2017

Die Flüsse von London


Titel: Die Flüsse von London                                                                           
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seiten: 480
ISBN: 978-3423213417

Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Benn Aaronovitch, dtv Verlagsgesellschaft


Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.
»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«



"Die Flüsse von London" ist der erste Band von Ben Aaronovitch um den Hauptprotagonisten Peter Grant. Das Buch ist im Präteritum und aus der Ich-Perspektive geschrieben.

Peter Grant ist ein Constable der Londoner Met Police. Er steht kurz vor der Entscheidung, in welche Abteilung er zukünftig eingeteilt sein wird, als eine zufällige Begegnung mit Chief Inspector Thomas Nightingale seine Zukunft sowie sein bisheriges Weltbild durcheinander bringt.

Der typische Frauenheld ist Peter nicht. Er lässt sich leicht ablenken und ist Single. In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit mit seiner Freundin und Kollegin Lesley.

Lesley ist ehrlich und direkt. Sie ist eine sehr gute Polizistin und immer für Peter da. Das hat auch zur Folge, dass sie in Peters aktuellen Fall hineingezogen wird.

Chief Inspektor Nightingale ist ein ruhiger Mann und dem Aussehen nach mittleren Alters. Nightingale ist sehr schweigsam. Außerdem hat er von Technik, was für alle anderen selbstverständlich ist, keine Ahnung.

Ben Aaronovitch´s Schreibstil ist nichts für zwischendurch. Durch seine längeren Sätze mit Nebensätzen sollte man konzentriert bei der Sache bleiben. Leider hat mir auch ein guter Spannungsaufbau gefehlt. Die Geschichte an sich allerdings finde ich interessant und daher gebe ich den nächsten Bänden auch noch eine weitere Chance.


"Die Flüsse von London" ist der erste Band der "Flüsse von London"-Reihe. Der Hauptprotagonist ist ein Durchschnittstyp und nicht wie in den meisten Büchern eine Super-Sahneschnitte. Dies passt allerdings sehr gut. Das Buch ist in einem anspruchsvollen Schreibstil geschrieben. Trotz des für mich zu geringem Spannungsbogen werde ich weiterlesen und rausfinden, wie mir die Folgebände gefallen.

Montag, 6. Februar 2017

Kalte Nächte Warme Herzen


   


 

Titel: Kalte Nächte Warme Herzen                                                                                             
Autor: Sarina Bowen
Übersetzer: Michael Drecker
Verlag: Rennie Road Books
Seiten: 214
ASIN: B01NAZD33S
Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Rennie Road Books


"Er kann sie nicht haben. Und er kann niemandem sagen wieso.

Ski Champion Dane „Danger“ Hollister geht keine Beziehungen ein, seine Gründe dafür hält er allerdings geheim. Der Fluch, den er von seiner Mutter geerbt hat, wird ihn irgendwann alles kosten: Seinen Platz im olympischen Ski Team, seine Sponsoren und seine Fähigkeit, in Höchstgeschwindigkeit einen Berg runter zu rasen.


Country Girl wider Willen, Willow Reade, trifft Dane durch puren Zufall. Ihr ins Schleudern geratener Pick-up Truck drängt ihn während eines Schneesturms von der Straße. Während sie gemeinsam über Nacht in seinem Jeep gestrandet sind, kommen sich die beiden einsamsten Menschen in Vermont näher, als sie gedacht hätten.


Und doch kann keiner von beiden absehen, wie sehr ihr kleines Zusammentreffen nicht nur Danes erschreckendes Geheimnis gefährdet, sondern auch Willows vorläufigen Frieden, den sie mit sich und ihren Entscheidungen geschlossen hat. Nur gegenseitiges Vertrauen und Verstehen kann ihren Schmerz beenden und ihnen eine hart erkämpfte Chance auf Liebe bringen."


"Kalte Nächte Warme Herzen" ist das erste Buch von Sarina Bowen, welches ich gelesen habe. Man steigt als Leser sofort in die Geschichte ein und begleitet die Hauptprotagonistin Willow, welche sich während eines Schneesturms nach Hause durch die verschneiten Straßen kämpft.
Bereits in Kapitel 1 lernen sich die Hauptprotagonisten kennen. Durch ihren Zusammenprall, sind sie gezwungen die Nacht miteinander zu verbringen, was sicherlich schlimmer für beide hätte kommen können.

Für meinen Geschmack, knisterte es einen ticken zu schnell zwischen den Beiden. Mir war klar, dass es sich um einen Liebesroman handelt, doch die fast schon sofortige Anziehung der Beiden ging mir ein bisschen zu flott - sie mag durchaus der Situation geschuldet sein, doch für mich war es nicht ganz so nachvollziehbar.

Kurz dachte ich, dass es sich um einen schnell abgehandelten Roman handelt, doch die Autorin hat die Story um Dane so geschickt gestrickt, dass sein Charakter einfach sehr neugierig auf mehr gemacht hat. So wollte ich unbedingt wissen, was sein Geheimnis ist und wieso dieses durch das Zusammentreffen mit Willow gefährdet ist.

Während Dane´s Charakter neugierig macht, ist Willow der eher reizlosere Charakter. Sie wird klar dargestellt und doch hätte ich gewisse Dinge von ihr einfach nicht erwartet, weil sie der eher ruhige, zurückhaltende Part darstellt. Gewisse Handlungsstränge waren für mich vorhersehbar. Hierzu stand im Gegensatz Dane´s Handlungsstrang, welchen ich durch seine Art wirklich schwer einschätzen konnte. Ich konnte nie wirklich sagen wie er auf Situationen reagieren würde.

"Kalte Nächte Warme Herzen" ist ein Liebesroman, wie er im Buche steht. Man bekommt Liebe, Herzschmerz und einen geheimnisvollen Hauptprotagonisten. Für Liebesroman-Leserinnen könnte die Handlung leicht vorhersehbar sein. Sehr schön empfand ich die Beschreibungen der Landschaften und die dadurch erzeugte Atmosphäre - hier hat die Autorin wirklich große Arbeit geleistet. Also mummelt euch in eine Decke ein - es könnte kalt und heiß zugleich werden ;-)