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Samstag, 29. Oktober 2016

Skulduggery Pleasant - Passage der Totenbeschwörer



Titel: Skulduggery Pleasant - Passage der Totenbeschwörer                  
Autor: Derek Landy                                                
Verlag: Loewe Verlag
Seiten: 576
ASIN: B00H9JA2CQ

Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Derek Landy, Loewe Verlag
Wieder einmal müssen Skulduggery und Walküre die Menschheit retten. Oder besser: die Hälfte der Menschheit. Denn die Totenbeschwörer haben endlich ihren Todbringer gefunden, der ihnen allen das ewige Leben bescheren soll. Doch für diesen besonderen Zauber braucht der Todbringer sehr viel Energie. Magische Energie, die er nur durch den Tod von - sagen wir - 3,5 Milliarden Menschen gewinnen kann.
Ganz klar, dass Skulduggery und Walküre sofort zur Stelle sind, um das zu verhindern. Aber da bekommen sie Gegenwind von ganz unerwarteten Seite ...
Passage der Totenbeschwörer ist der sechste Band der "Skulduggery Pleasant"-Reihe von Derek Landy. Die Reihe ist aus der Erzählerperspektive und im Präteritum geschrieben.

Skulduggery Pleasant ist ein lebendes Skelett. Mir gefällt die Umsetzung von Skulduggery sehr gut. Er ist mysteriös und voller Geheimnisse, wie beispielsweise sein Alter. Sein trockener Humor und seine ganz eigene Art machen ihn sympathisch.

Stephanie alias Walküre Unruh, wie sie in der magischen Welt genannt wird, ist ein 16-jähriges Mädchen, welches in Haggard in der Nähe von Dublin zusammen mit ihren Eltern und ihrer neugeborenen Schwester wohnt. Diese wissen allerdings nichts von der parallel bestehenden magischen Welt, in der Walküre zusammen mit Skulduggery für Recht und Ordnung sorgt.

Walküre ist eine Sanktuariumsangestellte, eine Art magische Polizei.

Nachdem Walküre und Skulduggery die Welt vor dem Bösen retteten, sollte man meinen, dass sie eine Verschnaufpause verdient haben.

Allerdings deutet sich ein neues Problem an. Laut den Totenbeschwörern, das sind Magier, die mit Hilfe eines Gegenstands (bei Walküre ein Totenbeschwörerring) die Schatten beherrschen können, steht die Passage kurz bevor.

Keiner weiß, was die Passage bedeutet. Aber es scheint klar zu sein, dass es nichts Gutes sein kann und so müssen Walküre und Skulduggery die Passage verhindern.

Das Buch ist in einem schönen, flüssigen Schreibstil geschrieben und liest sich weg wie nichts. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und es entstehen kaum Längen.

Leider hat sich das Finale  meines Erachtens etwas zu lang gezogen. Dies ist aber bereits ziemlich zum Ende des Buches und hat auf den Hauptteil und dessen Spannungsbogen einen eher geringen Einfluss.
"Skulduggery Pleasant - Passage der Totenbeschwörer" ist der 6. Band der "Skulduggery Pleasant"- Reihe von Derek Landy. Der Schreibstil, die Protagonisten sowie der Spannungsbogen im Gesamten haben mir gut gefallen. Ich hätte mir ein etwas kürzeres Finale gewünscht, aber im Großen und Ganzen ein gelungenes Buch, welches ich gerne weiterempfehle!

Montag, 10. Oktober 2016

Ada. Im Anfang war die Finsternis


Titel: Ada. Im Anfang war die Finsternis                                                      
Autor: Angela Mohr   
Verlag: Arena Verlag
Seiten: 360
ISBN: 978-3401601120

Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Angela Mohr, Arena Verlag
Ohne das Dorf gibt es kein Überleben. Draußen lauert das Verderben, und nur im Dorf bist du sicher. Das ist es, woran Ada glaubt - bis Lucaauftaucht und alles in Frage stellt. Von ihm erfährt Ada: Ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt! Zusammen mit Luca bricht sie jede Regel, die das Dorf jemals aufgestellt hat. Schließlich geht Ada bis zum Äußersten:Sie flieht aus der Gemeinschaft. Sie will ihren Bruder finden. Doch erträgt sie die Wahrheit, die sie jenseits des Dorfes erwartet?
"Ada. Im Anfang war die Finsternis" ist ein Jugendroman von Angela Mohr. Er ist im Präsens und aus der "Ich"-Perspektive geschrieben.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wird zwischen den Hauptprotagonisten Ada und Luca gewechselt.

Ada ist ein 16-jähriges Mädchen, welches in einem Dorf fernab von der restlichen Bevölkerung aufwächst. In diesem Dorf kennt man keine Technik wie Strom, fließendes Wasser oder ähnliches. Das Leben im Dorf besteht aus Arbeiten, beispielsweise auf dem Feld oder bei den Ziegen, und Beten. Ada ist ein fleißiges Mädchen. Neben der Arbeit kümmert sie sich um ihre beiden jüngeren Geschwister Rahel und Nikodemus. Obwohl Ada versucht, selbstbewusst, aber nicht hochmütig, zu wirken, erscheint sie mir manchmal doch als sehr schüchtern. Dies kann aber auch an den Werten liegen wie Ada aufgewachsen ist.

Luca ist in einer Großstadt aufgewachsen. Sein Vater ist Anwalt und gewalttätig. Dadurch, dass er das Gefühl hat, für seine Mutter Cleide sorgen zu müssen, ist er schon relativ erwachsen. Luca liebt das Malen. Das merkt man auch sofort bei der ersten Szene. Ansonsten ist er ein typischer Teenager. Er hört Musik und geht zur Schule. Die Autorin hat ihn sehr gut dargestellt und es macht ihn sympathisch.

Im zweiten Teil kommt eine weitere Sichtweise ins Spiel. Und zwar die von Liz.

Liz ist 15/16 Jahre alt und man merkt, dass sie mitten in der Pubertät steckt. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen und Liz ist bei ihrer Mutter Marga aufgewachsen. Liz ist ein rebellischer Teenager. Das merkt man an ihrer Sprache und ihrem Verhalten. Es wirkt sehr authentisch und man hat das Gefühl, Marga hat es nicht leicht mit ihrer Tochter.

In wieweit Liz eine Rolle spielt, kann ich nicht verraten, ohne zu spoilern.

Bei der Handlung des Buches war ich anfangs eher skeptisch, da es sehr religiös ist. Nicht auf eine "Ich möchte dich bekennen"-Art, aber trotzdem sehr dominant. Im Nachhinein betrachtet, ist die Dominanz auch notwendig, sonst würde die ganze Geschichte keinen Sinn machen.

Das Zweite, was mich irritiert hat, ist, dass die Eltern statt mit Mutter/Mom bzw. Vater/Dad mit dem Vornamen angesprochen werden. Aber je weiter man liest, desto weniger fällt es auf. Vielleicht ist es auch nur mein Empfinden, da ich anders aufgewachsen bin.

Die Handlung an sich ist spannend aufgebaut mit so manchen spannenden überraschenden Szenen. Besonders gut haben mir auch die Aufteilung in zwei Teile sowie die wechselnden Sichtweisen von Ada, Luca und Liz gefallen. Der Schreibstil ist modern und jugendlich.

Leider sind bei dem Finale für mich noch viele Fragen offen geblieben wie "Was wurde aus dem Dorf und aus Ada?" Hier würde ich mich noch auf Antworten in einem zweiten Band oder einer Kurzgeschichte freuen.
"Ada. Im Anfang war die Finsternis" ist ein realistischer Jugendroman von Angela Mohr. Mir haben der Schreibstil, die Protagonisten und der Spannungsaufbau gut gefallen. Das Ende war mir etwas zu kurz geraten. Das Buch regt außerdem zum Nachdenken an. Ich empfehle das Buch gerne weiter.