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Freitag, 18. März 2016

Vom Tod begehrt (Band 3)


   



Titel: Vom Tod begehrt                                                                            
          

Autor: Amanda Frost

Seiten: 334
ISBN: 978-3000513107


Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Amanda Frost

"Was, wenn dem Herrscher der Hölle plötzlich langweilig wird und er sich in den Kopf setzt, die Menschheit ein wenig aufzumischen? Dumm nur, dass der Ring, der ihm auf der Erde Gestalt verleihen soll, eine massive Fehlfunktion hat. So landet Luzifer statt auf den Partymeilen der internationalen Metropolen in einem 500-Seelen-Nest in Südengland und sitzt dort fest. Und ausgerechnet die bodenständige Ärztin Delilah, der reinste Engel, rettet ihn aus einer prekären Situation. Was für eine Ironie des Schicksals. Wo er doch einfach nur seinen Spaß haben wollte! Doch die junge Frau scheint ganz andere Pläne mit ihm zu haben. Darf sich Gut und Böse verlieben? Packende Fantasy, prickelnde Erotik und eine Liebe, die es niemals geben dürfte!"


"Vom Tod begehrt" ist der letzte Band der Tod-Reihe von Amanda Frost. Von Band zu Band hat sich eine Spannung aufgebaut, welche nun, mit Luzifer höchstpersönlich, ihren Höhepunkt erreicht.
Das Buch beginnt mit einem kurzen Rückblick. Wie kam es dazu, dass Luzifer überhaupt zum Herrscher der Hölle wurde? Nach dem kleinen Einblick in die Vergangenheit wird man mitten in die Handlung im Hier und Jetzt geworfen. Luzifer befindet sich auf der Erde, mit einem Ring, welcher voller Fehler steckt. Hierbei geschehen ihm amüsante Begegnungen, welche er alles andere als zum Lachen findet. Bei seinem letzten Versuch, die Erde als menschliche Gestalt zu betreten, passiert etwas, womit er nie gerechnet hätte. Er landet in einem kleinen Kaff und lernt (durch nicht ganz so amüsante Umstände) Delilah kennen.

Amanda Frost hatte mich von der ersten Seite mit dieser Reihe angefixt. Sie schafft es immer wieder, Fantasie und Realität miteinander zu verknüpfen. Mit Luzifer als finalen Abschluss habe ich natürlich Großes erwartet. Dass dieser in einem kleinen Örtchen landet, empfand ich als etwas ungewöhnlich. Gerade als Herrscher der Hölle, erwartete ich fulminante Settings und einen richtig bösen Lou (wie er sich auf der Erde nennt). Hierbei setzte die Autorin auf die Zerrissenheit des Charakters und dessen verschiedene Facetten. Immer wieder kommt natürlich auch Lou´s "dunkle Seite" zum Vorschein. Doch ich muss gestehen, dass ich auf etwas mehr gehofft hatte.

Lou ist ein facettenreich ausgebauter Charakter. Er versucht Delilah davon zu überzeugen, dass er nicht der gute Mann ist, für den sie ihn zunächst hält. Doch anscheinend, hat der Teufel doch irgendwie das Herz am rechten Fleck, was Delilah, die immer an das Gute im Menschen glaubt, immer wieder anbringt. Ihr Charakter ist durch und durch lieb und nett. Sie ist, nicht nur wegen ihres Berufs, ein Engel auf Erden. Widersprüchlicher könnten die Charaktere definitiv nicht sein. Doch trifft bei beiden das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" wirklich zu?

Natürlich kommt auch die Erotik nicht zu kurz. Und wie man sich sicherlich denken kann, ist Lou nicht gerade der gefühlvolle "Kuschler" ;-)   





"Vom Tod begehrt" ist anders, als ich es erwartet hatte. Fulminante Settings bleiben aus, was dem Handlungsstrang jedoch keinen Abbruch tut. Amanda Frost hat sich voll und ganz den Charakteren gewidmet, deren tiefgründige Art sicherlich nicht so herübergekommen wäre, wenn die Rahmenbedingungen anders gewesen wären. Rückblicke geben einen besseren Blick auf Lou´s Leben. Teilweise agiert er brutal, was im Anbetracht seiner Stellung authentisch dargestellt ist. Mit einem lachenden und weinenden Auge verabschiede ich mich von der "Tod-Reihe" von Amanda Frost. 

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