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Freitag, 11. Dezember 2015

Der Zauber des ersten Schnees


   


Titel: Der Zauber des ersten Schnees                                               
Autor: Michelle Schrenk
Verlag: Canim Verlag
Seiten: 133
ASIN: B018BAONCG
Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Michelle Schrenk, Canim Verlag


"Was würdest du dir wünschen, wenn jetzt der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt?"
Über dreißig Jahre ist es her, doch Elli hat diesen Satz nie vergessen.
Er ist der Schlüssel zu einem Geheimnis, das sie seit Ewigkeiten in ihrem Herzen trägt.
Als der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt, ist es an der Zeit, ihre Tochter Anna einzuweihen und ihr die Geschichte von ihrer großen Liebe Leo zu erzählen.
Denn Anna hat den Glauben an sich und ihre Träume aufgegeben.
Doch Elli weiß: Solange es Liebe gibt, wird es auch Zauber und Wunder geben.
Sie selbst hat solch ein Wunder erlebt, und das hat ihr Leben für immer verändert.


Der Zauber des ersten Schnees ist eine winterliche Kurzgeschichte von Michelle Schrenk. Die Geschichte ist im Präsens und aus der Ich-Perspektive geschrieben.

In der Geschichte erlebt man die Abenteuer mit der "Hauptprotagonistin", falls man sie so nennen kann - die Schneekugel. Sie spielt eine wichtige Rolle und man erfährt, was die Kugel im Laufe der Zeit erlebt. Dabei hat auch die Besitzerin Elli eine große Bedeutung. Der Leser erfährt, wie die Schneekugel den Weg zu Elli gefunden hat und Elli erzählt, was die Kugel mit ihrer ersten großen Liebe Leo zu tun hat.

Elli ist eine sehr sympathische Frau. Ich konnte mich super in Elli hinein versetzen und fühlte mit ihr. Michelle Schrenk hat es geschafft, Elli sehr real und einfühlsam darzustellen.

Michelle hat in diese Kurzgeschichte viel Liebe und Spannung eingebaut. Durch den leichten Schreibstil liest sich ihr Buch weg wie nichts und man kann das Buch eigentlich nicht aus der Hand legen, da man unbedingt wissen möchte, ob Ellis erste Liebe mit Leo ein Happy End findet.

Leo ist ein warmherziger Protagonist. Er kümmert sich liebevoll um seine Elli und man kann sich in seinen Augen verlieren. Der perfekte Mann also :)

Nur wäre es keine richtige Geschichte, wenn es nicht das eine oder andere Hindernis gäbe. Um herauszufinden, wie die Geschichte mit Elli und Leo ausgeht, müsst ihr das Buch allerdings selbst lesen.


Der Zauber des ersten Schnees ist eine winterliche Kurzgeschichte von Michelle Schrenk. Sie ist locker und aus der Sicht von Elli geschrieben. Bei der winterlichen Kurzgeschichte handelt es sich um einen Liebesroman, bei dem es jedoch nicht an Spannung fehlt. Die Geschichte ist perfekt für einen gemütlichen Abend eingekuschelt in eine Decke am Kamin. Ich kann sie daher nur empfehlen.







Dienstag, 20. Oktober 2015

Impressionen der #fbm15


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Poppy J. Anderson
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Freitag, 7. August 2015

Blogtour "Herz zu Asche"

Hallo zu einem neuen Tag der Blogtour der Buchreihe "Herz zu Asche"

Blogtour3_Banner.jpg wird angezeigt.

Die Trilogie zählt zu einer meiner Lieblingstrilogien, welche ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Meine Rezension zum dritten Band wird bald folgen, bis es so weit ist, möchte ich euch den Tag mit einer Deleted Scene versüßen ^_^

Die folgenden, nicht zusammenhängenden Szenen gehörten ursprünglich zu Kapitel 8 und 9. Die Party verlief in einer früheren Version der Story noch etwas anders als im Buch.

Hast du vergessen, warum wir hier sind?“ David nahm meine Hand und zog mich einfach zu der improvisierten Tanzfläche, die Summer in der Mitte des Raumes geschaffen hatte, indem sie einige Teppiche fortgeräumt hatte.
Er schlang die Arme um mich, sodass ich nicht anders konnte, als mit ihm zu tanzen. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und spürte seine Lippen ganz sachte an der Beule an meiner Schläfe.
Am Rand der Tanzfläche fielen nicht nur Charlie die Augen aus dem Kopf, sondern auch Jeannette und Crystal. Robin schoss eilig ein Foto von David und mir.
Während David und ich zu „Miracle“ von Hurts tanzten und ich versuchte, den Liedtext nicht als böses Omen zu begreifen, sah ich, wie Charlie zu Carlos ging und auf ihn einredete.
Er schüttelte erst den Kopf, aber als sie nicht locker ließ, nickte er schließlich. Und genau als Hurts sangen „If you offer salvation, I will run into your arms“, kam er auf uns zu.
Er tippte David auf die Schulter und signalisierte so, dass er mit mir tanzen wollte. David blieb stehen, zögerte, aber Charlie hatte ein hervorragendes Timing. Sie packte David, zog ihn an sich, und bevor er es sich versah, tanzte sie bereits mit ihm.
Mir blieb nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen und mich von Carlos in den Arm nehmen zu lassen.
David und ich hielten beide bis zum Ende des Songs durch, und dann ließen wir Charlie und Carlos fast gleichzeitig stehen und trafen uns an der Küchentheke, wo Lizz gerade dabei war, sich ein Glas Wein einzugießen. Mein Cocktail stand noch immer hier. Ich nahm ihn und trank einen Schluck.
David biss sich auf die Unterlippe, schwieg aber.
Er wäre sowieso nicht dazu gekommen, viel zu sagen, denn Charlie hatte ihn noch nicht aus ihren Klauen entlassen. Sie gesellte sich wieder zu uns und erneut war da dieses sonderbare Flirren an ihr.
Ich tauschte einen Blick mit Lizz. Auch sie schien sich in Charlies Gegenwart sehr unwohl zu fühlen.
Charlie lachte hell und laut und gab David einen Kuss auf die Wange, gegen den er sich nicht wehren konnte. Dann wies sie auf die Beule an meinem Kopf. „Jason hat mir gesagt, dass er dir das verpasst hat“, sagte sie so laut, dass jeder im Raum es hören musste. Mit einer Kopfneigung deutete sie auf David dabei.
Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte.
Davids Lippen wurden ganz schmal.
Charlie hingegen lächelte ihn regelrecht aufreizend an. „Hast du etwa vor, dich zu einem heißen Macho zu entwickeln?“, neckte sie ihn. Dabei versuchte sie, sich an ihn zu drücken. „Irgendwie stehe ich auf harte, kompromisslose Jungs.“

***

Ich gehe öffnen“, sagte Charlie zu Summer. Dann war sie verschwunden und ich konnte übergangslos wieder richtig atmen.
David wirkte erleichtert und Lizz irgendwie auch. Mir wurde klar, dass auch sie sich neben Charlie farblos fühlte. Sie bemerkte, dass ich sie musterte, und grinste schief.
Ich fahre morgen nach Boston zurück“, erklärte sie mir.
Warum? Räumst du etwa das Feld vor der Konkurrenz?“ Es war ein gemeiner Seitenhieb, das wusste ich, denn Lizz war längst mehr als nur ein bisschen in David verliebt. Aber ich fühlte mich mittlerweile, als hätte jemand meine Haut nicht nur mit Schleifpapier behandelt, sondern sie mir mit einem Messer in Streifen vom Leib gezogen. Das Bedürfnis, um mich zu schlagen, wurde von Minute zu Minute stärker.
David sah mir schweigend ins Gesicht.
Guck nicht so!, dachte ich. Immerhin bist du schuld daran, dass wir bei dieser unmöglichen Party sind!
Lizz lachte gepresst. „Meine Mutter muss zurück nach Boston. Eines ihrer Bücher erscheint nächste Woche und ihr Lektor will irgendwas Megawichtiges mit ihr besprechen.“
Wie schade“, sagte Miley und ausnahmsweise konnte ich mal nicht sagen, ob sie es ernst oder wie üblich ironisch meinte.

***

Kommst du einen Moment ohne mich klar?“, fragte David mich gegen neun Uhr und deutete mit dem Kopf in Richtung Badezimmertür.
Ich nickte. „Natürlich.“
Er stellte sein noch immer fast volles Colaglas auf die Küchentheke. Dann gab er mir einen flüchtigen Kuss, der irgendwo zwischen meinem Haaransatz und meiner Wange landete, und marschierte davon. Ich schaute ihm nach, wie er die Treppe ins Obergeschoss nahm, die Galerie entlangging und hinter der Badezimmertür verschwand.
Plötzlich ertönte hinter mir eine ganz leise, gesummte Melodie.
„… it will not be long, love, ’til our wedding day …“
Mit einem eiskalten Gefühl in der Magengegend fuhr ich herum. Charlie stand vor mir. Ihr Lächeln wirkte warmherzig und gleichzeitig irgendwie zufrieden. Zufrieden darüber, dass sie mich geschockt hatte.
Kennst du das?“, fragte sie unschuldig. „Es heißt She Moves through the fair. Es gibt verschiedene Versionen davon und ich habe sie irgendwann zu einer zusammengefügt. Willst du es hören?“
Ich musste mich zwingen, nicht die Hände auf den Mund zu schlagen vor lauter Entsetzen. In meinem Kopf rasten Erinnerungen vorbei, Erinnerungen an die Tage im Winter, in denen ich Madeleine Bowers Stimme wispern gehört hatte und kurz davor gewesen war, dem Wahnsinn zum Opfer zu fallen. Damals hatte ich unter anderem auch genau dieses Lied gehört.
Last night she came to me, my dead love came in“, sang Charlie und ich wollte sie anschreien, damit aufzuhören.
Aber alles, was ich rausbrachte, war ein tonlos gekrächztes „Lass das!“.
Sie lächelte erneut. Dann wies sie die Treppe hinauf, zu der Tür, hinter der David verschwunden war. „Weißt du, was ich an ihm immer am meisten gemocht habe?“, fragte sie mit leiser, fast schmeichelnder Stimme.
Nein“, antwortete ich und war unendlich froh darüber, dass meine Stimme giftig klang, denn ich hatte das Gefühl, als würde ich gleich anfangen zu heulen.
Charlie tat so, als bemerke sie nicht, wie sie auf mich wirkte. „Seine stille Art“, beantwortete sie ihre eigene Frage. „Und du?“
Ich fühlte mich, als wäre ich in einem Spinnennetz gefangen. Wo blieb bloß David?
Hilfe!, wimmerte die Stimme in meinem Hinterkopf. Und dann: Miley!
Aber meine beste Freundin war in einem Gespräch mit Summer gefangen und bekam gar nicht mit, was hier geschah.
Seine Augen“, sagte ich wie ferngesteuert.
Charlie strahlte mich an. „Ja, die sind speziell, oder?“
Ihre Worte von vorhin hallten in mir wider.
Du weißt, dass ich schon immer auf die Geheimnisse gestanden habe, die du so mit dir rumschleppst.
Charlie musterte mich belustigt. „Hast du schon mal was von dem Wahnsinn gehört, dem jeder Bell früher oder später verfällt?“ Sie schüttelte sich, als sei ihr plötzlich kalt geworden. „Armer David! Ich habe so ein schlechtes Gewissen!“ In diesem Augenblick entdeckte sie das Herz an meiner Kette. „Das ist hübsch! Hast du es von ihm?“ Ohne nach meinem Einverständnis zu fragen, griff sie nach dem Anhänger und betrachtete ihn genauer. „Ein geborstenes Herz. Wie originell! – Und vermutlich sehr passend.“
Ich fröstelte, weil ihre Hand meiner Haut eindeutig zu nahe kam.
Reiß dich zusammen!, schimpfte ich im Stillen mit mir selbst. Du tust ja gerade so, als sei sie Madeleine Bower!
Der Gedanke jagte mir eine Heidenangst ein, und – es ist mir peinlich, es zuzugeben – er zog einen weiteren nach sich:
Das Ganze hier war so irre.
Was, wenn ich jetzt endgültig verrückt geworden war und mir alles nur einbildete?

***

Plötzlich hörte ich Davids laute Stimme. „Warum ich so bin?“, schrie er. Er saß noch immer an der Küchentheke, wo gerade ein junger Mann, den ich nicht kannte, Steaks vom Grill auftischte. Der Fleischgeruch zog durch den Raum und mir drehte sich der Magen um dabei.
David wurde sich bewusst, dass alle Blicke auf ihn gerichtet waren. Er besann sich und redete etwas leiser weiter: „Warum ich dich so behandle, Charlie? Das fragst du allen Ernstes?“ Langsam stemmte er sich von seinem Barhocker in die Höhe. Sein Blick funkelte, als er Charlie mitten ins Gesicht starrte. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. „Ich fasse es einfach nicht, was für eine Show du hier abziehst!“
Charlie wich einen Schritt zurück, als habe sie dieser Ausbruch total überrascht. Ihre Hände flatterten durch die Luft wie aufgeregte, kleine Vögel. „Ich …“
Weißt du, was?“, zischte David sie an. „Lass mich einfach in Ruhe!“
Ich glaube, du solltest etwas höflicher zu ihr sein“, mischte sich da Mike in den Streit ein. Er hatte sich den ganzen Abend über in Charlies Nähe aufgehalten. Schon damals bei der Poolparty hatte ich den Eindruck gehabt, dass Mike in Charlie verliebt war. Ich brauchte ihn mir jetzt nur anzusehen, um zu kapieren, dass ich mich nicht getäuscht hatte. Mike himmelte Charlie an. Und er war nicht der Einzige. Auch Chris schien Charlies Charme kaum etwas entgegensetzen zu können, genau wie Carlos oder Robin, der Football-Typ aus New York, der inzwischen nur noch Fotos von ihr schoss. Egal, was Charlie tat oder sagte: Sie schien irgendwie ständig im Mittelpunkt sämtlicher männlicher Aufmerksamkeit zu stehen.
Sahen die Kerle denn nicht hinter diese schreckliche, schillernde Maske?
Da David nicht auf Mikes Worte reagiert hatte, schob er nach: „Komm mal wieder von deinem Scheiß-Bellwahn-Trip runter, Mann! Und lass sie in Ruhe!“
Seine Worte wirkten wie eine Bombe. Auch noch das allerletzte Gewisper im Raum verstummte und es wurde so still, dass ich das Blut in meinen Adern rauschen hören konnte.
David stand einige Sekunden lang regungslos da, den Blick immer noch auf Charlie geheftet. Dann wandte er langsam den Kopf und starrte Mike genau in die Augen. „Was hast du eben gesagt?“ Die Knöchel seiner rechten Faust waren weiß vor Anspannung.
Mike schien auf eine solche Reaktion nur gewartet zu haben. Provozierend reckte er das Kinn vor. „Du beherrscht gefälligst deinen kranken Verstand und behandelst sie anständig!“
Klassischer Testosteronüberschuss.
Davids Miene wurde hart und eiskalt. „Sonst?“
Mein Blick zuckte zu Charlie. Eigentlich wäre es ihre Aufgabe gewesen, die beiden Streithähne zur Ruhe zu bringen, schließlich war sie der Auslöser für das Ganze. Aber sie schien nicht einen einzigen Gedanken an diese Möglichkeit zu verschwenden. Im Gegenteil: Sie schaute zwischen den beiden Jungs hin und her und man konnte sehen, dass sie genoss, was gerade geschah.
In meinem Magen bildete sich ein Knoten.
Dann machte Carlos einen schweren Fehler: Er mischte sich ein.
David!“, sagte er leise.
Was?“ Davids Gesicht war ganz bleich, seine Nasenflügel bebten. „Willst du mir vorschreiben, wie ich mich zu benehmen habe? Oder vielleicht gibst du mir ja auch ein paar Tipps, was meinst du? Darüber, was Frauen im Bett so gefällt!“
Seine Worte schwangen nach wie die Donnerschläge gestern und auch die Spannung in der Luft stand dem Gewitter in nichts nach.
Carlos wirkte von den bösen Worten kaum getroffen. „Ich glaube …“
Du glaubst? Was?“ Mit einem unfassbar zornig aussehenden Ruck wirbelte David zu ihm herum. Seine Hand langte nach einem Steakmesser, das neben dem Fleisch auf der Küchentheke lag. Er packte es und mit der anderen Hand stieß er Carlos von sich.
Dessen Augen weiteten sich, als David die Spitze der Klinge in seine Richtung drehte. „Leg das Messer weg, Alter!“
Jemand stieß einen hohen, spitzen Entsetzensschrei aus und ich hätte nicht zu sagen vermocht, ob nicht vielleicht ich selbst es gewesen war.
David reckte das Messer weiter in Carlos’ Richtung. Da war ein Flackern in seinen Augen, das mir einen Höllenschrecken einjagte. Es sah aus, als sei er nicht mehr er selbst, als habe irgendeine Macht, die er nicht beherrschen konnte, von ihm Besitz ergriffen.
David!“, flüsterte ich. Da alle anderen zu Salzsäulen erstarrt waren, klang meine Stimme in der atemlosen Stille unnatürlich laut. Irgendwo im Raum klingelte ein Handy und ich glaubte, meinen Klingelton zu erkennen. Aber das war jetzt wirklich absolut nebensächlich. Ich blendete das vertraute Geräusch aus. „Bitte, David!“, fügte ich hinzu.
David zuckte zusammen, als habe ich ihn geschlagen. Dann erst schien er sich des Messers in seiner Hand bewusst zu werden.
Mein Handy klingelte noch immer, dann verstummte es.
Auf Davids Gesicht erschien ein gequälter, tief bestürzter Ausdruck. Er starrte Charlie an. Dann ließ er das Messer sinken und warf es gleich darauf auf die Theke. Klappernd landete es zwischen den Tellern.
Carlos atmete hörbar aus.
Du bist immer noch ein Freak, weißt du das?“, knurrte Mike.


Ich hoffe, ihr fandet die Idee, Deleted Scenes einzubauen genauso interessant wie ich :)

Eine Zusammfassung aller Blogbeiträge findet ihr auf www.herzausglas-trilogie.de.
Morgen gibt es wieder einen spannenden Beitrag bei sue-timeless.blogspot.de
 

Freitag, 26. Juni 2015

The Wild Ones: Verführung


   



Titel: The wild ones: Verführung                                                                                
 Originaltitel:
The wild ones           

Autor: M. Leighton
Übersetzer: Kathleen Mallett
Verlag: Heyne Verlag 

Seiten: 352
ISBN: 978-3453418806

Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Heyne Verlag



"Camille »Cami« Hines ist die über alles geliebte Tochter des Vollblutpferdezüchters Jack Hines, der die Champions des Südens hervorbringt. Abgesehen davon, dass sie sich manchmal ein wenig eingeengt fühlte, war Cami bislang eigentlich recht zufrieden mit ihrem Freund, ihrem Leben und ihrer Zukunft – das war, bevor sie Patrick Henley kennenlernte. »Trick« verwischt die Grenzen zwischen dem, was Cami will, und dem, was von ihr erwartet wird, und stürzt sie in einen Strudel aus Leidenschaft, Verpflichtungen und grenzenlosem Begehren."


The Wild ones - Verführung ist der Startschuss einer neuen Trilogie von M. Leighton. Nachdem ich von "Addicted to you" absolut begeistert war, war eigentlich klar, dass ich "The wild ones" ebenfalls lesen muss.

Wer eine ebenso spannende und durchweg Fingernägel raubende Story erwartet, wird hier vielleicht enttäuscht werden. Denn man kann "Addicted to you" nicht mit diesem Buch vergleichen. M. Leighton erzählt in The Wild ones die Geschichte um Cami und Trick. Die Handlung würde ich im New Adult Bereich einordnen. Es gibt erotische Szenen, doch diese dominieren die Handlung nicht. Wer solche Szenen satt hat, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus Cami´s und Trick´s Ich-Perspektive. Ich gebe zu, ich liebe diese Erzählperspektive, denn "seine" Sicht der Dinge, finde ich nicht irrelevant und macht den männlichen Charakter oftmals wesentlich sympathischer. Trick ist ein sympathischer junger Mann, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Die erste Begegnung zwischen Cami und ihm machte mir sofort klar, dass hier gewaltig Funken fliegen würden - und was soll ich sagen? Das trifft durchaus zu.

Cami und Trick könnten unterschiedlicher nicht aufgewachsen sein und doch ist der finanzielle Unterschied zwischen ihnen nicht das grundlegende Problem. Im Laufe der Handlung kommt eine Wendung, welche nicht ganz überraschend für mich war, da ich mir diese bereits zusammenreimen konnte. Dennoch hätte ich Stunden lang weiter lesen können. Vor allem das Ende kam meiner Meinung nach ein bisschen zu kurz. Hier hätte die Autorin noch etwas anknüpfen und ausführlicher werden können.


"The wild ones" ist leicht und flüssig zu lesen. Die Autorin punktet mit viel Liebe und einem schönen Setting. Bei den Charakteren konnte eindeutig Trick punkten. Cami´s Charakter war mir zwar sympathisch, aber doch etwas blass dargestellt. Sie hätte, für meinen Geschmack, in manchen Situationen wesentlich impulsiver reagieren können. Da es sich um eine Reihe handelt, war ich verwundert, dass dieser Band in sich abgeschlossen ist. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und bin gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet.