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Freitag, 30. Mai 2014

So fern wie ein Stern


   



Titel: So fern wie ein Stern - Band 3                                                                                             
Autor: Amanda Frost
Seiten: 346
ISBN: 978-3000458323

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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Amanda Frost


"3. Teil der Siria-Trilogie
Hätte der Tierarzt Mark für Frauen nur ein halb so geschicktes Händchen wie für Tiere, würde sein Einsatz auf der Erde sicherlich erfolgreicher verlaufen. Denn kaum hat er die quirlige Elena kennengelernt, verliert sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis. Eine Fügung des Schicksals? Vielleicht! Elena kauft ihm nämlich bedenkenlos ab, dass Außerirdische auf der Erde das Normalste der Welt sind. Orientierungs- los, wie sie ist, verfrachtet Mark sie schließlich auf seinen Heimatplaneten Siria. Mitnichten darauf gefasst, dass der rot- haarige Wirbelwind bin- nen kürzester Zeit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner beiden Töchter auf den Kopf stellt. Was aber, wenn Elena eines Tages ihr Gedächtnis wiedererlangt …?"

Der dritte Teil der Siria Reihe verspricht durch seinen Klappentext ein sowohl lustiges als auch spannendes Abenteuer eines gut aussehenden Sirianers gepaart mit einer (unwissenden) Menschenfrau. Und unwissend trifft es hier wie die Faust aufs Auge. Denn Elena verliert durch einen Unfall ihr Gedächtnis, was Mark zum Anlass nimmt ihr zu erzählen, dass Siraner vollkommen normal auf Erden sind. 

Mark ist kein gänzlich unbekannter. Lesern des zweiten Bandes ist dieser durchaus bekannt. Nach Jana´s Abfuhr habe ich mir ein Happy End für ihn gewünscht. Doch durch einen tieferen Einblick in Marks Hintergründe für seinen Besuch auf Erden zweifelt man daran, ob ihm das Finden einer passenden Frau gelingen wird. Denn seine "Mission" ist eher eine Mutter für seine beiden Töchter zu finden, Liebe kann er nicht empfinden und sieht dies mehr als lästiges Übel, was er von vornherein klar und deutlich zum Ausdruck bringt. Dass Elena trotz verlorenem Gedächtnis davon nicht gerade begeistert ist, lediglich als Mutterersatz zu fungieren kann man sich gewiss denken.

Die Autorin hat ihren flüssigen Schreibstil beibehalten. Mark ist ein Protagonist, mit der felsenfesten Überzeugung, dass Liebe ein überflüssiges Übel ist - ebenso wie Sex. Siria ist mit den Gepflogenheiten der Erde nicht vertraut und so ist auch der 3. zur Erde gesandten Sirianer mehr als überrascht, was alles möglich ist. Mark ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit dem alltäglichen Sprachgebrauch besser vertraut. Seine "Mission" eine Mutter für seine Töchter zu finden gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn wie er durch   Rafael und Simon bereits mitbekommen hat, legen Frauen der Erde viel Wert auf Liebe. Man muss ihm jedoch zugutehalten, dass er - zumindest in dieser Hinsicht - mit offenen Karten spielt.

Elena hingegen muss sich nicht nur mit der Tatsache auseinandersetzen, dass der Mann, für welchen sie Gefühle hegt, diese nie erwidern wird, sondern auch damit, dass sie ihre Erinnerungen verloren hat. Vereinzelte Erinnerungen kommen ihr zu den ungünstigsten Zeitpunkten in den Sinn und auch Grundsätzliches ist ihr geläufig, doch wieso kann sie sich nicht daran erinnern, dass es Mondbären gibt? Ihr Charakter entspricht keinem Modeltyp und ihre Haarfarbe machte sie mir gleich noch sympathischer. Sie ist eine aufgeweckte Frau, welche sich einer konfusen Situation stellen muss. Sie weiß weder, ob sie verheiratet ist, überhaupt in festen Händen oder vielleicht sogar Kinder hat und macht sich Sorgen darüber, weshalb sie keiner vermisst und wie es weiter gehen sollte, wenn sie ihr Gedächtnis wieder erlangt. Doch kann eine Beziehung, aufgebaut auf einem Gerüst aus nicht vorhandener Liebe, der Ungewissheit was es mit einem auf sich hat jemals gut gehen?

Leider handelt es sich hierbei um den letzten Band der Siria Reihe. Ich bin hin und weg von den Sirianern und sie haben sich von Anfang an in mein Herz gestohlen. Amanda Frost beweist erneut, dass sie Fantasie besitzt, und lässt liebevolle kleine Wesen in die Handlung einfliesen. Durch die aufeinandertreffenden Welten darf man als Leser erneut ein Gast von Siria sein und dessen Umgebung durch den bildlichen Schreibstil der Autorin vor Augen sehen und sich als Teil des Ganzen fühlen. Man erfährt wie es mit Rafael und Simon weitergeht denn auch sie sind Bestandteil der Handlung. Elenas zurechtfinden auf dem für sie eigentlich gänzlich unbekannten Planeten fällt ihr durch ihre Unwissenheit nicht schwer und so bangt und hofft man mit beiden Protagonisten. Wird Elena ihr Gedächtnis wieder erlangen? Wie wird sie mit der Situation umgehen? Kann sie damit leben, lediglich als Frau an der Seite von Mark zu sein, wo sie doch tiefere Gefühle für ihn hegt?


Erotische Szenen sind stimmig in die Handlung eingebaut. Mit einem lachenden und weinenden Auge habe ich dieses Buch beendet, welches eine Fortsetzung nicht gänzlich ausschließen würde. Für mich sind die Sirianer etwas ganz Besonderes und der erschaffene Planet sowie dessen liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten, welche sich in keinster Weise gleichen aber dennoch jeder für sich mit Sympathie bei mir punkten konnte, werde ich vermissen. 

Freitag, 23. Mai 2014

Gefangene aus Liebe


   


Titel: Gefangene aus Liebe                                                                        
Autor: Lara Greystone                                                              

Seiten: 555
ASIN: B00JW1L0PM

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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Lara Greystone

Lara hat es geschafft, John, den attraktiven Vampir, aus den Klauen seiner Feinde zu retten.
Doch das hatte seinen Preis: Sie musste eine Symbiose mit ihm eingehen – eine unzertrennbare, innere Verbindung. Nun lässt John sie nicht mehr gehen, kommt nicht gegen den Instinkt an, sie vor seinen Feinden zu schützen und in seiner Nähe zu halten. Sicher, er sieht zum Anbeißen aus und ist auch noch reich, doch die Sache hat nicht nur einen großen Haken. Obwohl er ihr versichert, sie zu lieben, ist sich Lara nicht sicher, ob sie nicht doch nur als Ersatz für seine verstorbene Ehefrau herhalten soll, der er zutiefst nachtrauert und der sie ähnlich sieht. Außerdem lässt er sie nicht mehr gehen, was heißt, dass sie in seiner Welt der dunklen, geschlossenen Räume ohne Sonnenlicht eingesperrt ist. Dabei wird Lara von extremer Klaustrophobie geplagt und ihr altes Leben, ihre Karriere mit ihren öffentlichen Auftritten gehen inzwischen den Bach herunter. Ihre Einsamkeit hinter sich zu lassen und John zu lieben, wäre eine verlockende Vorstellung, doch würde sie dann nicht ihre Persönlichkeit einbüßen? Aber spielt das noch eine Rolle, wo ihr Gehirntumor noch nicht einmal durch sein Vampirblut geheilt werden konnte und der große Blackout längst überfällig ist? Der Blackout, von dem sie nie wieder aufwachen würde? Aber vielleicht erwischen Johns Feinde sie ja vorher, denn seit seiner Befreiung steht sie auf deren Hitliste ganz oben.

Gefangene aus Liebe ist der zweite Band der Unsterblich geliebt-Reihe von Lara Greystone.

Wie auch im ersten Band wird das Buch aus den Sichten von Lara Livingstone und John Whiteflower in der er-/sie-Perspektive geschrieben.

Endlich erfährt man, wie es mit Lara und John weiter geht. Denn Lara Greystone lässt den zweiten Band genau an der Stelle beginnen, wo der erste Band endete. Gerade so, als hätte man den Pauseknopf gedrückt. Einen besseren und einfacheren Einstieg in das Buch hätte es für mich nicht geben können.

Auch im zweiten Band steht Lara vor einer schweren Entscheidung. Lässt sie die Gefühle zu John zu oder ist ihr ihre Freiheit wichtiger? Dies ist nur einer der Gründe, welche einen bei diesem Buch mitfühlen und fiebern lässt.

Aber man fühlt nicht nur mit Lara, sondern auch mit John. Denn er versucht auch weiterhin, um Lara zu werben, obwohl ihm dies nicht immer leicht fällt. Ob er damit Erfolg hat oder nicht, müsst ihr schon selbst rausfinden. Aber nicht nur das lässt einen Mitgefühl für John haben, sondern auch die Folgen der Folter, unter welchen er im zweiten Band leidet. Darüber hinaus erfährt man auch einiges über Johns Vergangenheit.

Natürlich darf dabei die entsprechende Dosis an Action nicht fehlen. Schließlich hat John eine Riesenwut (und das ist noch untertrieben) auf Ramon und möchte, dass er seine gerechte Strafe erhält. Über die Art und das Ausmaß der Strafe möchte John logischerweise selbst entscheiden.

Während des ganzen Buches hat Lara Greystone sehr bildlich beschrieben, welche doch das ein oder andere Schmunzeln (oder auch Lachen) verursachten:

"Nicht nur, dass sie mit einer schusssicheren Weste und einer quer über die Brust hängenden Maschinenpistole im Clubsessel neben der schlafen Lara saß und die Beine über die Lehne baumeln ließ. Nein, sie lackierte sich dabei auch noch die Fingernägel - violett und verteilte glitzernde Steinchen darauf...."

Außerordentlich toll fand ich, dass sich die Autorin die Rezensionen des ersten Bandes und die ein oder anderen Kritik der Leser sehr ernst genommen hat. Wer meine erste Rezension gelesen hat, kennt sowohl meine Begeisterung für das Buch, aber auch meinen großen Kritikpunkt - die vielen Fehler. Daher will ich meinen Respekt zum Ausdruck bringen, wie sie mit dieser Kritik umgegangen ist. Im zweiten Band haben sich die Fehler deutlich verringert. Der Lesesucht (denn es ist wirklich eine Sucht) steht nun nichts mehr im Wege (außer der Wartezeit bis zum dritten Band und hoffentlich noch vielen weiteren Bänden).

Mit Gefangene aus Liebe hat Lara Greystone eine perfekte Ergänzung des ersten Bandes geschaffen. Dies entsprechend zu würdigen, fällt mir wirklich schwer ohne zu viel zu verraten. Wie im ersten Band geht es mit Spannung, Witz und Erotik weiter. Wer davon nicht genug haben kann, sollte unbedingt lesen, wie es mit Lara und John weitergeht.







Freitag, 16. Mai 2014

Witch Boy: Stadt der Geister


   



Titel: Witch Boy: Stadt der Geister                                                                                
Autor: Romana Grimm
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Plattform
Seiten: 530
ISBN: 978-1497463301
Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Romana Grimm


Für den sechzehnjährigen Seth Morgan ist es nicht leicht, im Schatten seiner berühmten Schwester aufzuwachsen. Als die ganze Familie ihretwegen auch noch von New York in das kleine Nest Blackwood Springs zieht, kann es nicht mehr schlimmer werden. Zumindest denkt er das, bis er merkt, dass es im neuen Haus spukt und die Stadtbewohner ein unglaubliches Geheimnis hüten. Ungewollt verstrickt sich Seth in einem Netz aus Magie, Hexerei und übernatürlichem Wissen, sodass er bald selbst Teil des Geheimnisses wird.
Doch als wenig später eine düstere Bedrohung Blackwood Springs heimsucht, muss er sich entscheiden, ob er seine neugefundenen Kräfte akzeptiert, oder sich abwendet, bevor es kein Zurück mehr gibt ...


In Witch Boy: Stadt der Geister von Romana Grimm wird die Geschichte des sechzehnjährigen Seth Morgan erzählt, welcher wegen seiner Schwester in ein kleines Dorf namens Blackwood Springs ziehen muss.

Seine Schwester Hailey spielt eine der Hauptrollen in einer TV-Serie namens Witch Girls. Dadurch bekommt sie, speziell von ihrer Mutter, besondere Aufmerksamkeit. Da sie es gewohnt ist, dass alle es ihr Recht machen und immer Rücksicht auf sie nehmen, ist sie ein verwöhnter und zickiger Teenager, vor allem wenn es mal nicht so läuft, wie sie es sich vorstellt.

Dies hat zur Folge, dass Seth, der Hauptprotagonist, immer das schwarze Schaf in der Familie ist. Gibt es Probleme, ist automatisch er schuld. Bei solchen Szenen muss man einfach mitfühlen. Hinzu kommt, dass es ihm schwer fällt, durch seine berühmte Schwester Freunde zu finden.

Daher ist es umso erstaunlicher, dass er schnell neue Leute kennen lernt, wie zum Beispiel Gretchen und Claire. Beide sind sehr warmherzig und liebevoll. Gretchen eine gutmütige ältere Dame kann man nur sofort ins Herz schließen und Claire, welche Seth vor allem beschützen möchte.

Da Seth selbst das Geheimnis um Blackwood Springs nicht kennt und keiner ihm dessen Geheimnis verraten möchte, versucht man dieses mit Seth gemeinsam zu lösen.

Das Buch bietet dauerhafte Spannung, da das komplette Geheimnis erst ziemlich zum Ende des Buches gelüftet wird. Allerdings gab es auch einige Szenen, bei denen man selbst etwas genervt war, weil zwanghaft nichts preis gegeben wird. Gerade deshalb hat mich der Schluss des Buches doch sehr verwirrt. Eine wirkliche definitive Auflösung gibt es meiner Meinung nach nicht. Ob die Auflösung im zweiten Teil Witch Boy: Stadt der Hexen gelöst wird, weis man noch nicht.

Durch den leichten und flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch gut lesen. Auch die interessant dargestellten Charaktere tragen einen Großteil dazu bei. Das Buch ist aus der Sicht von Seth geschrieben. Daher ist es doch etwas untypisch, dass die Eltern mit den Vornamen genannt werden.


Witch Boy: Stadt der Geister ist der erste Band der Witch Boy-Serie. Es handelt sich dabei um ein nettes entspannendes Buch für zwischendurch, da es sich schnell und einfach lesen lässt. Da mich der Schluss allerdings eher ratlos zurückgelassen hat, kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen, ob ich auch den zweiten Band, wenn er erschienen ist, lesen werde.

Freitag, 9. Mai 2014

Restart - Heute wie damals


   


 
Titel: Restart - Heute wie damals                                                                                             
Autor: Mela Wagner 
Verlag: CreateSpace
Seiten: 364
ISBN: 978-1497577466

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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Mela Wagner

Vorsicht! Rezension + Klappentext spoilern Band 1 Restart - Die Begegnung


"RESTART Teil 2 - Heute wie damals (Zweiteiler) Die Geschichte von Leni und Paul geht weiter ... Trotz der alles verändernden Nachricht entscheidet sich Leni, in Paris zu leben. Die eigenen Fehler werden ihr jedoch immer mehr bewusst und die Sehnsucht, nach Hause zurückzukehren, steigt. Kurz nach ihrer Rückkehr trifft sie auf Paul. Doch er hat sich verändert und weist sie kalt und emotionslos von sich. Beide wollen ein Leben ohne einander versuchen – kommen aber dennoch nicht voneinander los. Aufs Neue geraten sie in eine Achterbahn der Gefühle. Warum hat sich Paul so verändert? Welches Geheimnis hütet er? Doch er ist nicht der Einzige, der ein Geheimnis verbirgt ... RESTART – Heute wie damals "

Die Geschichte um Leni und Paul geht endlich weiter. Zu erst jedoch möchte ich auf das Cover eingehen, was ich eigentlich sehr selten tue. Doch hier bleibt mir nichts anderes übrig, denn wenn man an meine Begeisterung für den ersten Band denkt, dessen Inhalt und was dieses Cover damit ausdrückt, war ich bei dessen Enthüllung sehr ergriffen. Dies liegt vor allem daran, dass es trotz seiner Schlichtheit für mich so vielsagend ist. Besser hätte man durch ein Cover den Inhalt und die Bedeutung nicht ausdrücken können.

Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich nicht mehr von meinem Reader weg zu bekommen. Sofort war ich in der Geschichte gefangen, gefangen in dem Schicksal von Leni und Paul. Emotional war ich ein Wrack, was nicht negativ zu deuten ist, sondern meiner tiefen Verbundenheit zu der Geschichte und den Protagonisten zuzuschreiben ist. Meine sehr hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht und das rechne ich der Autorin hoch an. Es war, als würde es keine zwei Bände geben, sondern als hätte ich gerade erst den ersten Band beendet und den zweiten im selben Atemzug verschlungen.

Mela Wagner hat mich ergriffen, sie hat nicht einfach nur eine Geschichte erzählt, sie hat mir das Gefühl vermittelt, ein Teil der Handlung zu sein. Ich habe mit den Protagonisten gebangt, war verzweifelt, habe mich gefreut und war den Tränen nahe. Die Autorin hat einen gelungenen Wechsel der Erzählperspektiven gewählt. Man darf Situationen aus Leni´s Perspektive erleben aber auch Paul´s Sicht bleibt einem nicht verschlossen. Rückblenden lassen deren Kennenlernen vor 11 Jahren miterleben, die Geschichte ihrer Jugend, welche so dramatisch endete, wie es dazu kam, dass sie ein Paar wurden und wie es Paul erging, als Leni ihn verlassen hat. Die Entscheidung die Handlung nicht konstant in der Gegenwart spielen zu lassen, passt zu den jeweiligen Gedanken und lässt nicht nur Leni oder Paul in Erinnerung schwelgen. Von Seite zu Seite verliebt man sich mehr in die Geschichte der Beiden und hofft so sehr auf ein verdientes Ende. Die Mischung der Rückblenden und dem gegenwärtigen Handlungsstrang hat mich zunächst verwirrt. Doch je weiter die Handlung voran schritt, umso schlüssiger wurde alles. Es schließt sich ein Kreis und ergibt alles einen Sinn. Doch bis dem so weit ist, befindet man sich auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle.

Leni versucht in diesem Band sich selbst wieder zu finden. Ihre Mauer bröckelt, die bevorstehende Scheidung von ihrem Nochmann und weitere Gründe bringen sie dazu, sich in ihr geborgenes Heim der Familie zu flüchten. Sie lässt Paris hinter sich, öffnet sich der schmerzhaften Vergangenheit und ist überrumpelt, als Paul vor ihrer Tür steht. Ihm geht es zunächst nicht anders und seine kalte, abweisende Art zeigt Leni, dass er sie nicht vergessen hat, aber er scheint verändert. Seine Worte bei deren erster Begegnung gepaart mit den Ereignissen der Vergangenheit, verleihen diesen schweres Gewicht. Stellenweise habe ich den toughen Paul aus dem ersten Band vermisst. Seine herzliche Art und die Bemühungen um seine Leni haben nachgelassen. Er kommt ihrem Wunsch nach, sie zu vergessen, kämpft mit seinen Gefühlen und der Entscheidung das Richtige zu tun. Doch kann diese Entscheidung das Richtige sein, wenn sie sich so falsch anfühlt?

Der Schreibstil ist wie bereits im Vorgängerband leicht und flüssig zu lesen. Es bedarf keiner großen, vielen oder umschweifenden Worte oder Handlungen um in seinen Bann zu ziehen. In diesem Buch steht die Vergangenheit, Gegenwart und auch ein Teil der Zukunft der Hauptprotagonisten im Fokus, eine Liebe, die nicht nur die Herzen der Protagonisten, sondern auch mein Herz höher schlagen lies.  


Puh, es fällt mir wirklich schwer, die passenden und abschließenden Worte für diese Dilogie zu finden, um dem Geschriebenen gerecht zu werden und ohne zu viel der Handlung zu verraten. Der Autorin ist es gelungen nicht nur eine herzergreifende, fesselnde und gefühlvolle Geschichte zu erzählen, sondern den Leser dermaßen darin versinken zu lassen, dass man sich als ein Teil des Ganzen fühlt. Der zweite Band steht dem Ersten in nichts nach - Gefühlschaos und Tränchen inklusive. Jeder, der an dem Glauben an die wahre Liebe festhält, wenn die Umstände auch noch so schwierig scheinen, sollte die Geschichte von Leni und Paul unbedingt lesen. 

Dienstag, 6. Mai 2014

My favorite Mistake - Der beste Fehler meines Lebens


   


Titel: My favorite Mistake - Der beste Fehler meines Lebens        
Originaltitel: My favorite Mistake                                                      
Autor: Chelsea M. Cameron
Übersetzer: Mollie Schweitzer
Verlag: Mira Taschenbuch
Seiten: 416
ISBN: 978-3956490149
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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Mira Taschenbuch


Taylor Caldwell weiß nicht, was sie von ihrem neuen Mitbewohner halten soll. Auf der einen Seite hat Hunter Zaccadelli diese unglaublichen blauen Augen, mit denen er direkt in ihre Seele zu schauen scheint. Auf der anderen Seite ist er ein tätowierter, Gitarre spielender Bad Boy, der etwas verheimlicht. Doch wer ist Taylor, ihm das vorzuwerfen? Sie selber hält ihre Vergangenheit unter Verschluss. Aber als plötzlich der Mann, der beinahe ihr Leben zerstört hätte, wieder auftaucht, hat Taylor sich schon auf Hunter eingelassen. Jetzt muss sie ihm ihr größtes Geheimnis anvertrauen oder alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihn für immer aus ihrem Leben zu verbannen.



"Bei meinem ersten Zusammentreffen mit Hunter Zaccadelli knallte ich ihm eine."

Bereits der 1. Satz in diesem Buch brachte mich zum Schmunzeln, was während des Lesens ebenfalls nicht ausbleibt. Wie man nach dieser Aussage erahnen kann, lässt Taylor sich nichts gefallen und schreckt auch nicht davor zurück, ihren Unmut über Dinge etwas gröber zum Ausdruck zu bringen. Als es an Semesterbeginn an der Tür klopft, stellt sich nicht wie erwartet eine neue Mitbewohnerin vor, sondern Hunter Zaccadelli und er besteht darauf, in das ihm zugewiesene Zimmer einzuziehen. Taylor ist alles andere als begeistert, mit einem männlichen Mitbewohner ihr Zimmer teilen zu müssen. Da Hunter sich nicht von ihr verscheuchen lässt, schlägt er ihr einen Deal vor. Er zieht aus, wenn sie sich in ihn verliebt oder ihn wirklich zu hassen beginnt. Taylor lässt sich auf die Wette ein, doch ihre Bemühungen Hunter zu zeigen, wie sehr sie ihn hasst, scheitern täglich aufs Neue...

My favorite Mistake ist eine leicht zu lesende New Age Contemporary Romance. Die Geschichte wird aus Taylors Sicht erzählt. Sie ist, nach außen, eine durchaus toughe Protagonistin, welche man mit der Zeit in sein Herz schließt. Sie spiegelt nicht die zurückhaltende Protagonstin wider, sondern weiß sich durchaus zur Wehr zu setzen oder Hunter in seine Schranken zu verweisen. Sie kann Hunter ab der Sekunde, in welcher sie ihm die Tür öffnet, nicht leiden und im Laufe der Handlung blickt immer wieder durch, dass sie grundsätzlich der eher abweisende Typ ist. Bis das Geheimnis, welches sie mit sich trägt, gelüftet wird, dauert es eine Weile, was jedoch nicht sonderlich schlimm ist, da die "Beziehung" zu Hunter im Vordergrund steht und durch hitzige Streitereien zwischen beiden punktet. Abgesehen davon kann man ziemlich schnell erahnen, was es mit ihrem Geheimnis auf sich hat, auch wenn die Autorin zunächst einige Andeutungen und damit Spielraum für eigene Gedanken lässt. Um den Überraschungseffekt auf ihrer Seite zu haben, traf nicht wirklich etwas von dem mir erwarteten zu, was nicht zwangsläufig negativ zu bewerten ist, aber bei dessen Auflösung doch der erwartete "Oh" - Effekt ausblieb.

Auch Hunter ist nicht so, wie man es zunächst von ihm vermutet, was für zündenden Diskussionsstoff zwischen den Beiden sorgt und amüsante Schlagabtausche garantiert. Sein Charakter konnte mich am meisten fesseln. Bei ihm hat die Autorin eine Fassade aufgebaut, welche nicht mit den Charakterzügen konform geht und damit nicht nur Taylor, sondern auch mich als Leserin mehr als einmal überrascht.
Dass Taylor sich immer mehr von dem charismatischen Kerl angezogen fühlt, dürfte kein Geheimnis sein, doch sich dies Selbst einzugestehen fällt ihr mehr als schwer. Sie hat lediglich eine konstante Bezugsperson in ihrem Leben, welche ihr das Gefühl gibt, sicher und wohlbehütet zu sein: ihre Schwester. Dass diese ebenfalls dem Charme von Hunter verfällt, macht es Taylor nicht gerade leicht, denn Hunter lässt gar nichts anderes zu, als Taylor immer wieder aufs Neue auf die Palme zu bringen. Seien es seine anzüglichen Kommentare, seine Statements darüber, sie ins Bett zu bekommen und den darauf folgenden Widerspruch es nie mit ihr zu tun oder die Angewohnheit vollkommen nackt zu schlafen. Im Gegensatz dazu stehen seine weichen Züge. Gemeinsames Kochen, seine "Ticks" oder wenn er seine Gitarre nimmt und Lieder für Taylor singt. Hunter ist einfach toll und die Enthüllung seiner Vergangenheit hat mich alles andere als kalt gelassen.

Hier bin ich bei dem Punkt angelangt, welcher seinen widersprüchlichen Eigenschaften einen Sinn gibt und seinen Charakter abrundet.

Da die angesprochene Zielgruppe durch die Genreeinteilung in Richtung New Adult zielt, sind Liebesszenen passend in die Handlung integriert und nicht übertrieben oder gar zu häufig dargestellt. Die Dialoge sind schlagfertig und ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber die Sprache ist teilweise ziemlich jugendlich gehalten. Der Hauptteil der Handlung befasst sich damit, wie Hunter und Taylor immer wieder in die Haare kriegen. Doch auch deren Umfeld, wie zum Beispiel deren Mitbewohnerinnen, bekommen einen Platz in der Geschichte. Hier hat die Autorin auf weniger ist mehr gebaut, denn diese kommen, im Vergleich zur Hauptstory, nur spärlich während dem Handlungsverlauf vor. Eine Sympathie oder Antipathie diesen gegenüber kann ich nicht wirklich beurteilen, weil sie dafür einfach ein bisschen zu sehr am Rand gehalten wurden.


My favorite Mistake - Der beste Fehler meines Lebens ist ein Buch, welches man beginnt und gebannt bis zum Ende durch liest. Die Handlung lädt ein zum Lachen, Schmunzeln, Mitgefühl mit den Charakteren und vergessen der Gegenwart. Eine Geschichte mit vielschichtigen Protagonisten, einer ziemlich dickköpfigen Ich-Erzählerin und einer Wette... die letztendlich nur einer gewinnen kann ..

Freitag, 2. Mai 2014

Atemlos: Addicted to You 1


   


 
Titel: OAtemlos: Addicted to You 1

Originaltitel:  Bad Boy Trilogie. Down to You (1)                                                                                
Autor: M. Leighton
Übersetzer: Kerstin Winter
Seiten: 336
Verlag: Heyne
IBAN: 978-3453418325

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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Heyne Verlag

"Auf einem Junggesellinnenabschied lernt die Studentin Liv den coolen Clubbesitzer Cash kennen, einen Bad Boy, wie er im Buche steht. Eigentlich hat Liv genug von Typen wie ihm, zu oft hat sie sich in der Vergangenheit schon die Finger verbrannt. Per Zufall lernt sie seinen Bruder Nash kennen und ist verwirrt – die beiden sind Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Nash verkörpert alles, wonach sie bei einem Mann immer gesucht hat, ist charmant, intelligent und zuverlässig. Liv ist hin- und hergerissen, und auch die beiden Brüder können ihr Verlangen nach ihr nur schwer bändigen. Es entspinnt sich ein Liebesreigen mit ungeahnten Folgen ..."


Atemlos: Addicted to You ist der erste Band einer Trilogie und bereits auf den ersten Seiten war mir klar, dass dieses Buch genau in mein Beuteschema passt.

Die Hauptprotagonistin Liv lernt man in einer nicht alltäglichen Situation kennen - auf dem Junggesellinenabschied ihrer besten Freundin. Wie bei fast jedem Junggesellinenabschied haben die Mädels einen Stripper engagiert. Als dieser den Raum betritt, ist sofort eine Anziehungskraft zwischen Liv und ihm zu spüren - und dies zieht sich durch die komplette Handlung.

Zunächst muss ich sagen, dass ich den Klappentext nicht kannte, als ich das Buch begonnen habe. Deshalb war ich weder darauf vorbereitet was mich erwarten würde, sodass ich völlig unvoreingenommen an die Handlung gegangen bin. Der Charakter des Bad Boy´s welcher durch Cash verkörpert wird, hatte mich sofort in der Hand und dessen gutes Aussehen gepaart mit schlagfertigen Dialogen hat mich während des Lesens immer wieder grinsen oder auflachen lassen.

Die Geschichte um Liv, Cash und dessen Zwillingsbruder Nash wird nahtlos erzählt, auch wenn die Autorin immer wieder die Erzählperspektiven wechselt. So bekommen alle drei Protagonisten eine Vertiefung der Charaktere, auch wenn die Kapitel der Brüder oftmals etwas kürzer sind, als die von Liv.

Der Focus der Geschichte liegt eindeutig auf dem Gefühlschaos, welches die drei durchleben. Nash, verkörpert alles, was Olivia sich von einem Mann wünscht. Er ist vernünftig, charmant, hat klare Ziele vor Augen und sieht natürlich ebenfalls sehr gut aus (immerhin sind es Zwillinge ;)). Doch sie weiß, dass sie bislang immer auf die Bad Boys hereingefallen ist. Und hier kommt Cash ins Spiel. Sie sieht sich gefangen im bislang typischen Verlauf ihres Lebens - hoffnungslos verliebt in den Mann und letztendlich verlassen und mit gebrochenem Herzen, weil sie sich in den Bad Boy verlieben wird und in diesem Fall weiß, dass sie sich nicht in den netten Bruder verlieben darf. Dass beide auch sie alles andere als abstoßen, sondern durchaus anziehend finden, macht die Situation nicht unbedingt leichter.

Atemlos ist wie bereits erwähnt der erste Band einer Reihe und beschäftigt sich überwiegend damit, für welchen der Brüder sich Liv entscheiden wird. Zum Ende hin, enthüllt die Autorin, worauf die Folgebände aufbauen werden. Ich muss gestehen, ich war nicht vollkommen von dem Verlauf der Handlung überrascht und das Buch hätte auch ein Stand-Alone bleiben können, wenn nicht der Epilog gewesen wäre, welcher noch sehnsüchtiger auf den Folgeband warten lässt!


Atemlos: Addicted to you hat mich voll und ganz in seinen Bann gezogen. Die Charaktere der Brüder haben mich sofort für sich gewinnen können und ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, jede freie Minute damit verbracht zu haben, dieses Buch zu lesen. Schlagfertige Dialoge, Brüder, welche jeder für sich gewisse Vorzüge haben sowie heiße erotische Szenen runden die Handlung ab und lassen gemeinsam mit Liv die Antwort darauf finden, welcher Bruder nun der Richtige für sie ist. Zum Ende reißt die Autorin das Ruder noch einmal herum und überrascht -nicht zwangsläufig jeden- mit dem Verlauf der Handlung.

Nicht nur der Epilog macht neugierig auf mehr und so warte ich gespannt auf den Folgeband (welcher am 09.06. erscheint) und der Frage darauf, womit Liv und .... :-p es aufnehmen müssen.