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Freitag, 30. Mai 2014

So fern wie ein Stern


   



Titel: So fern wie ein Stern - Band 3                                                                                             
Autor: Amanda Frost
Seiten: 346
ISBN: 978-3000458323

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Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Amanda Frost


"3. Teil der Siria-Trilogie
Hätte der Tierarzt Mark für Frauen nur ein halb so geschicktes Händchen wie für Tiere, würde sein Einsatz auf der Erde sicherlich erfolgreicher verlaufen. Denn kaum hat er die quirlige Elena kennengelernt, verliert sie bei einem Unfall ihr Gedächtnis. Eine Fügung des Schicksals? Vielleicht! Elena kauft ihm nämlich bedenkenlos ab, dass Außerirdische auf der Erde das Normalste der Welt sind. Orientierungs- los, wie sie ist, verfrachtet Mark sie schließlich auf seinen Heimatplaneten Siria. Mitnichten darauf gefasst, dass der rot- haarige Wirbelwind bin- nen kürzester Zeit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner beiden Töchter auf den Kopf stellt. Was aber, wenn Elena eines Tages ihr Gedächtnis wiedererlangt …?"

Der dritte Teil der Siria Reihe verspricht durch seinen Klappentext ein sowohl lustiges als auch spannendes Abenteuer eines gut aussehenden Sirianers gepaart mit einer (unwissenden) Menschenfrau. Und unwissend trifft es hier wie die Faust aufs Auge. Denn Elena verliert durch einen Unfall ihr Gedächtnis, was Mark zum Anlass nimmt ihr zu erzählen, dass Siraner vollkommen normal auf Erden sind. 

Mark ist kein gänzlich unbekannter. Lesern des zweiten Bandes ist dieser durchaus bekannt. Nach Jana´s Abfuhr habe ich mir ein Happy End für ihn gewünscht. Doch durch einen tieferen Einblick in Marks Hintergründe für seinen Besuch auf Erden zweifelt man daran, ob ihm das Finden einer passenden Frau gelingen wird. Denn seine "Mission" ist eher eine Mutter für seine beiden Töchter zu finden, Liebe kann er nicht empfinden und sieht dies mehr als lästiges Übel, was er von vornherein klar und deutlich zum Ausdruck bringt. Dass Elena trotz verlorenem Gedächtnis davon nicht gerade begeistert ist, lediglich als Mutterersatz zu fungieren kann man sich gewiss denken.

Die Autorin hat ihren flüssigen Schreibstil beibehalten. Mark ist ein Protagonist, mit der felsenfesten Überzeugung, dass Liebe ein überflüssiges Übel ist - ebenso wie Sex. Siria ist mit den Gepflogenheiten der Erde nicht vertraut und so ist auch der 3. zur Erde gesandten Sirianer mehr als überrascht, was alles möglich ist. Mark ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern mit dem alltäglichen Sprachgebrauch besser vertraut. Seine "Mission" eine Mutter für seine Töchter zu finden gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn wie er durch   Rafael und Simon bereits mitbekommen hat, legen Frauen der Erde viel Wert auf Liebe. Man muss ihm jedoch zugutehalten, dass er - zumindest in dieser Hinsicht - mit offenen Karten spielt.

Elena hingegen muss sich nicht nur mit der Tatsache auseinandersetzen, dass der Mann, für welchen sie Gefühle hegt, diese nie erwidern wird, sondern auch damit, dass sie ihre Erinnerungen verloren hat. Vereinzelte Erinnerungen kommen ihr zu den ungünstigsten Zeitpunkten in den Sinn und auch Grundsätzliches ist ihr geläufig, doch wieso kann sie sich nicht daran erinnern, dass es Mondbären gibt? Ihr Charakter entspricht keinem Modeltyp und ihre Haarfarbe machte sie mir gleich noch sympathischer. Sie ist eine aufgeweckte Frau, welche sich einer konfusen Situation stellen muss. Sie weiß weder, ob sie verheiratet ist, überhaupt in festen Händen oder vielleicht sogar Kinder hat und macht sich Sorgen darüber, weshalb sie keiner vermisst und wie es weiter gehen sollte, wenn sie ihr Gedächtnis wieder erlangt. Doch kann eine Beziehung, aufgebaut auf einem Gerüst aus nicht vorhandener Liebe, der Ungewissheit was es mit einem auf sich hat jemals gut gehen?

Leider handelt es sich hierbei um den letzten Band der Siria Reihe. Ich bin hin und weg von den Sirianern und sie haben sich von Anfang an in mein Herz gestohlen. Amanda Frost beweist erneut, dass sie Fantasie besitzt, und lässt liebevolle kleine Wesen in die Handlung einfliesen. Durch die aufeinandertreffenden Welten darf man als Leser erneut ein Gast von Siria sein und dessen Umgebung durch den bildlichen Schreibstil der Autorin vor Augen sehen und sich als Teil des Ganzen fühlen. Man erfährt wie es mit Rafael und Simon weitergeht denn auch sie sind Bestandteil der Handlung. Elenas zurechtfinden auf dem für sie eigentlich gänzlich unbekannten Planeten fällt ihr durch ihre Unwissenheit nicht schwer und so bangt und hofft man mit beiden Protagonisten. Wird Elena ihr Gedächtnis wieder erlangen? Wie wird sie mit der Situation umgehen? Kann sie damit leben, lediglich als Frau an der Seite von Mark zu sein, wo sie doch tiefere Gefühle für ihn hegt?


Erotische Szenen sind stimmig in die Handlung eingebaut. Mit einem lachenden und weinenden Auge habe ich dieses Buch beendet, welches eine Fortsetzung nicht gänzlich ausschließen würde. Für mich sind die Sirianer etwas ganz Besonderes und der erschaffene Planet sowie dessen liebevoll ausgearbeiteten Protagonisten, welche sich in keinster Weise gleichen aber dennoch jeder für sich mit Sympathie bei mir punkten konnte, werde ich vermissen. 

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