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Freitag, 25. April 2014

Glasgow Rain

   



 

 Titel: Glasgow Rain                                                                                                   
  
Autor: Martina Riemer 
Seiten: 300
ISBN: 978-1496061850


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Cover-, Klappentext-, Zitatrecht: Martina Riemer, Jacky Jdesign, bigstockphoto


"Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz. Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennengelernt hat, bekommt sie das beklemmende Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Zusätzlich jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein, bis sich Vic nicht mehr sicher ist, ob sie verrückt wird oder ob tatsächlich etwas vor sich geht. Bald verliert sich Vic in dem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält? Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?"


Glasgow Rain ist der Debütroman der Autorin Martina Riemer. Bereits die Leseprobe hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. 

Erzählt wird die Geschichte um Victoria aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil von Martina Riemer ist leicht und flüssig, sodass ich das Buch so gut wie in einem Rutsch gelesen hatte. 

Natürlich lag dies nicht nur alleine am Schreibstil. Die Handlung besticht nicht nur durch eine romantische Liebesbeziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten Vic und Rafael, sondern bietet auch einen spannenden Handlungsstrang, welcher parallel zur Hauptstory läuft, sich mit diesem immer mehr verbindet um zum Ende hin, den großen Showdown zu gestalten.

Die Hauptprotagonisten Vic und Rafael sind hierbei sehr interessant gestaltet und könnten unterschiedlicher nicht sein.

Durch den Prolog erhält man zunächst einen Einblick, was 11 Jahre vor der eigentlichen Handlung geschehen ist und Vic´s Leben drastisch verändert hat. Durch diesen Einschnitt in ihrem Leben ist sie eine eigentlich in sich gekehrte Jugendliche, welche ihre Gefühle oftmals unterdrückt und vor anderen verbirgt. Diese "Gefühlstaubheit" hat die Autorin nachvollziehbar aber auch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, weshalb Vic mir zunächst nicht zwangsläufig unsympathisch war, aber es hat ein bisschen gedauert, bis ich mit ihr warm wurde. Im Laufe der Handlung konnte sie immer mehr meine Sympathie für sich gewinnen. Denn Rafael bringt sie dazu, sich zu öffnen und ihr Gefühle zu entlocken, welche sie in dieser Form noch nicht erlebt hat.

Rafael ist ein Protagonist, welcher mich sofort auf seiner Seite hatte. Sein südländischer Akzent, welcher ab und an in sein Gesagtes einfließt sowie seine durch und durch sympathische aber auch sehr selbstsichere Art lassen gar nichts anderes zu, als ihn nicht zu mögen. 
(Ihr wisst ja, ich kann solchen Akzenten seit Simone Elkeless nur schmachtend nachgeben ;))
“Kannst du auch reden oder bist du nur zur Deko hier?”

Dennoch scheint er so einige Geheimnisse zu haben, weshalb es während dem Handlungsverlauf schwerfällt, ihn voll und ganz zu durchschauen, was seinem Charakter etwas mysteriöses verleiht.

Was mir sehr gut gefallen hat, war dass jedes Kapitel mit einem Zitat beginnt:

"Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck"
  George Bernard Shaw"
 
oder 
 
"Wenn ein Mann will, dass seine Frau zuhört, braucht er nur mit einer anderen reden" 
  Liza Minelli
 
Dies sind nur zwei der Zitate, welche sehr treffend zu den danach folgenden Kapiteln gepasst haben.

Doch nicht nur die Zitate und Hauptprotagonisten waren gut durchdacht. Die Nebenprotagonisten erhalten ihren festen Platz und runden die Geschichte ab. Hierzu zählen Vic´s beste Freunde, ihr Exfreund sowie Vic´s Vater. Vic´s beste Freunde sind sympathisch, sorgen für einige Lacher während des Lesens und stehen ihr bei allen erdenklichen Situationen mit Rat und Tat zur Seite.


Martina Riemers Debüt besticht nicht nur durch eine gut durchdachte Handlung, sondern ebenso durch Wortwitz und einer gelungenen Mischung aus Mysterie und Liebe. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, doch gerade dies macht sie zu etwas Besonderem, weil sie hierdurch noch lange nach Beenden des Buches im Gedächtnis bleiben.  

Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Dadurch freu mich mich umso mehr auf das Buch.

    lg. Tine =)

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  2. Hey liebe Sunnyle - freut mich, dass das Buch bei dir gut angekommen ist! Supi, dankeschön :)
    LG Tina

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