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Samstag, 1. März 2014

Septembermädchen


Titel: Septembermädchen                                                                                                               
Autor: Kathrin Lange     
Seiten: 271
Verlag: Arena Verlag
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • ISBN: 978-3401068435
  •          
 

Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Arena Verlag


"Ein düsteres Industrieviertel am Abend. Leo stößt mit einem Fremden zusammen. Er sieht sie an und küsst sie im nächsten Moment. Von diesem Augenblick an ist Leo von dem verschlossenen Elijah, der vor einem Jahr im September die verunglückte Chrissy fand, fasziniert. Gleichzeitig beginnt ein Straßenbettler, Leo zu verfolgen. "Im September sterben Mädchen", raunt er ihr zu, "und du wirst die nächste sein.""




"Septembermädchen" ist der zweite Jugendthriller aus der Feder von Kathrin Lange.
Als Einstieg erhält man einen kurzen Blick auf Chrissy. Diese ist verletzt und hilflos. Bis sie jemanden in der Tür stehen sieht und diese Person erkennt. Doch warum hilft diese ihr nicht???

Gemeinsam mit der Hauptprotagonistin Leo stößt man im wahrsten Sinne des Wortes auf den verschlossenen Elijah, welcher unnahbar und faszinierend zugleich ist. Nachdem Leo von ihrem Freund verlassen wird, ist sie zunächst ziemlich in sich gekehrt. Doch das sollte sich bald ändern... 

Die Autorin nimmt den Leser auf den ersten Seiten direkt mit ins Geschehen. Nach dem ersten Rätsel um das verschwundene Mädchen lernt man die Hauptprotagonistin Leo kennen. Ein sympathisches junges Mädchen, welche mit dem ersten Liebeskummer kämpft und sich im Laufe der Handlung charakterlich ziemlich weiterentwickelt. Dies ist ihrer Begegnung mit Elijah zuzuschreiben. Ihre noch für den Ex geglaubten Gefühle und die daraus resultierende Zurückhaltung im Umgang mit ihren Freundinnen werden durch den Eintritt von Elijah in ihr Leben in den Hintergrund gedrängt. Doch welchem verliebten Mädchen würde es nicht so gehen, scheint Elijah doch auch noch etwas vor ihr zu verbergen...

Besonders schön fand ich, dass in "Septembermädchen" neben dem mysteriösen Handlungsstrang um das verschwundene Mädchen, die Entwicklung zwischen Elijah und Leo etwas mehr im Vordergrund steht. Diese nimmt den größten Teil der Handlung ein und ist für die Entwicklung der Thrillerhandlung ausschlaggebend. Da ich ja bekanntlich ein großer Fan von Protagonisten bin, welchen ein gewisser "Bad Boy Touch" anhaftet, hat Elijah es mir sofort angetan. Der von der Autorin eingearbeitete brasilianische Kampftanz Capoeira hat mich sofort begeistert und wurde sehr bildlich beschrieben. Ich konnte mir die Abläufe sehr gut vorstellen und bin immernoch mehr als fasziniert davon. Eine interessante und vor allem neue Idee, welche gelungen in die Geschichte integriert wurde und mir bisher noch nie in der Handlung eines Buches begegnet ist.

Neben dem Handlungsstrang rund um Leo erhält man hin und wieder einen kurzen Einblick, was mit dem entführten Mädchen gerade passiert. Diese Stellen heben sich durch kursive Schrift von den anderen Kapiteln ab und vermitteln Spannung sowie die aufkeimende Verzweiflung der Entführten sehr gut.

Die Nebenprotagonisten sind gut gewählt. Sie werden zwar nicht bis ins kleinste Detail beschrieben, doch dies macht der Lesefreude gewiss keinen Abbruch. Sei es der merkwürdige Straßenbettler Schröder, welcher Leo immer wieder zusetzt, indem er behauptet, sie wäre das nächste Septembermädchen oder Leos Exfreund. Jeder auftauchende Charakter hat eine ausschlaggebende Rolle, ohne dass ich mich hinterher gefragt hätte, wieso dieser Charakter eigentlich eingeführt wurde.

Leo´s Charakter ist am deutlichsten ausgearbeitet. Man lernt sie, ihre Familienverhältnisse und auch einen Teil ihrer Vergangenheit kennen. Hierdurch hatte ich die größte Bindung zu ihr, wodurch sich ein Mitfiebern deutlich erhöht.  

Da es sich bei diesem Buch um einen Jugendthriller handelt, geht es (auch zu meinem Glück) nicht allzu grausam zu. Die gewählten Momente finde ich passend gesetzt. Deshalb kann ich diesen Thriller getrost der anvisierten Zielgruppe als auch allen "Thrillerneulingen" empfehlen.
Manches war für mich leicht vorhersehbar, dennoch hat mir der Schreibstil als auch die Handlung sehr gut gefallen, weshalb ich "Septembermädchen" in einem Rutsch verschlungen habe.
Das wird sicherlich nicht mein letzter Jugendthriller gewesen sein! 

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