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Montag, 5. August 2013

Auflösung: Story zur Scene Dark Angels Winter

Die Woche verging doch wie im Flug oder? :)

Vielen Dank für eure Teilnahme und Vermutungen um das Rätsel zu meinem Bild.
Ich möchte gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern fange direkt mit dem Gewinner an :D

                     Ein signiertes Exemplar von Dark Angels Winter hat gewonnen:

Astrid A.! 

Meinen herzlichen Glückwunsch! ^.^

Es gibt allerdings noch etwas Tolles für euch!
Die Story zur Scene! Ich wünsche euch viel Spaß damit (ich habe sie gleich verschlungen) und lag mit meiner Vermutung, wer wohl dahinter steckt anscheinend gar nicht mal so falsch :D

Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen! Viel Spaß mit Indie (welche mich herzlich zum Lachen brachte) und Dawna ^.^

Vorab-Textauszug Nr. II aus „Dark Angels’ Winter“ von Kristy und Tabita Lee Spencer, ET: September 2013 bei Arena

Dark Angels' Winter
Kristy und Tabita Lee Spencer

>>Diego deutet wortlos hinter sich, aber er lässt mich nicht aus den Augen, als wolle er sich mein Gesicht einprägen. Mit einem breiten Grinsen geht Rudy über die Straße, um sich anzusehen, was alles auf der Veranda gestapelt ist.
„So, wir müssen dann“, sage ich und packe Dawna am Ärmel. Dawna sieht aus, als hätte sie ein Gespenst gesehen. Er kann uns nichts, denke ich mir, aber sie scheint das nicht wahrzunehmen. Der kann uns echt nichts. Er ist nicht Sam Rosell, da bin ich mir
hundertprozentig sicher. Hast du seine Augen gesehen? Seine Augen sind ganz anders, ich bin mir sicher, ich würde es an den Augen erkennen.

Miley schlendert Rudy hinterher. Endlich interessiert sich Diego Rosell nicht mehr für mich. Er geht vor seinem Wagen in die Hocke und begutachtet die eingedrückte Vorderseite. Morti steht neben ihm, die Hände vor der Brust verschränkt und die Augenbrauen gerunzelt. „Lass uns gehen“, zische ich Dawna zu. „Pack deinen Miley, und los
geht’s.“

Stumm dreht sie sich von mir weg, geht mit mir über die Straße. Während Dawna Miley zu überzeugen versucht, dass er sich von uns zu seiner Mutter bringen lässt, bleibe ich vor dem Gerümpel stehen. Auf der Veranda liegen noch die Schokoladenriegel, die in
dem zerplatzten Karton gewesen waren. Der Anblick erzeugt ein Schwindelgefühl hinter meinen Augen und ich habe plötzlich den Geschmack von alter Schokolade auf meiner Zunge.

Sam Rosells Sonnenliege lehnt halb über einer Schachtel mit Papier und einer alten Decke. Sonnenliege. Ich habe sofort wieder das Bild vor Augen. Der Keller von Rosells General Store. Die Sonnenliege. Die Decke. Die Coke. Und die Blätter. Die Blätter mit den Zahlen, die kleine ordentliche Schrift. Irrsinnig klein, lauter Zahlen, Zahlen, Zahlen. Kolonnen von Zahlen. Ich beuge mich über den Karton mit Papier und mir wird sofort richtig schwindelig, als ich sehe, was es ist. Diego Rosell hat anscheinend das Kellerabteil
ausgeräumt und will die Blätter mit den Zahlen wegwerfen. Die Zahlen sind genauso winzig, wie ich sie in Erinnerung habe.
Hier draußen im Tageslicht kann man es viel besser erkennen als drunten im Keller. Denn plötzlich fällt mir auf, dass es nicht nur Zahlen sind, sondern elend klein auch Zeichen. Zeichen.

Nicht irgendwelche Zeichen, chinesische Schriftzeichen, in regelmäßigen Abständen. Als hätte sich jemand die Mühe gemacht, ein Blatt zu verzieren. Es sieht aus wie ein Schmuckblatt, als würden die Zahlen und Zeichen keinen Sinn ergeben, als hätte
jemand ohne darüber nachzudenken irgendetwas aufgeschrieben. Zahl. Zahl. Zahl. Chinesisches Zeichen. Und wieder. Zahl. Zahl. Zahl. Chinesisches Zeichen.

„Lass uns jetzt gehen“, sagt Dawna, so nahe neben mir, dass ich erschrecke. „Die ist noch voll in Ordnung“, stellt Rudy fest und klemmt sich eine Lebendfalle unter den Arm. „Der spinnt doch, so was wegzuwerfen. Andere Leute würden sich drum reißen.“ „Scheiße“, sage ich. Ich fühle mich, als wäre ich gerade aus einer festen Trance erwacht, den schalen Geschmack einer langen, unruhigen Nacht auf den Lippen. Chinesische Schriftzeichen können eigentlich nur eines heißen. Lilli-Thi.

Lilli-Thi macht keine Schmuckblätter. Die Blätter müssen eine Bedeutung haben. Vielleicht eine Bedeutung, die uns irgendwie weiterhilft. Ich schaue zu Morti und Diego hinüber. Diego ist inzwischen unter den Leichenwagen gekrochen und man sieht nur
seine Lederstiefel hervorragen. Morti ist in die Hocke gegangen. Sein Atem steigt gefroren in den diesigen Himmel. Ich packe die Schachtel mit den Papieren.
„Okay. Lasst uns losfahren. Ich hätte jetzt alles.“
Miley, Rudy und Dawna sehen mich total komisch an.
„Willst du nicht lieber schauen, ob er auch Strapse wegwirft?“, fragt Rudy mit einem breiten Grinsen.
„Vielleicht finde ich ja einen Stöpsel“, antworte ich mit meiner freundlichsten Stimme. „Für deinen Mund. Dann brauch ich mir dein elendes Gesabber nicht mehr anzutun.“ <<

Vielen Dank an dieser Stelle den Arena Verlag und an Kristy und Tabita Lee Spencer
Diese Woche geht die Blogtour weiter bei fantastic books! Solltet ihr kein Glück gehabt haben, nicht traurig sein und gleich bei ihr vorbei schauen. Auch bei ihr kann man etwas gewinnen ;-)



1 Kommentar:

  1. Wow, ich habe gewonnen. Ich freue mich wirklich total über das Buch!!!!

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