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Sonntag, 25. November 2012

Cyberstalker



Titel: Cyberstalker                                                                                                     
Autor:
Jens Hildebrand
Erscheinungsdatum:
2. Oktober 2012
ISBN:
978-1478209140
Seitenanzahl:
268
Verlag:
Warped Tomato



Cover-, Klappentext- und Zitatrecht: Jens Hildebrand



"***** Der Roman für die Generation FACEBOOK. *****
"ICH LIEBE DICH."
Lenas Herz setzt einen Schlag aus, als sie diese Worte auf ihrem Bildschirm liest. Okay, sie hätte gern einen Freund, und als dieser Janus ihr eine Freundschaftsanfrage schickt, nimmt sie an. Auf den Fotos sieht er richtig gut aus. Aber als ein Treffen platzt, ändert sich sein Ton, und Lena kommen Zweifel. Wer ist Janus wirklich? Klar ist nur, dass er es ernst mit ihr meint. Sehr ernst sogar."


Jens Hildebrand behandelt in "Cyberstalker" ein wichtiges und in der heutigen Zeit nicht zu verachtendes Thema: Wie viel sollte ich im Internet von mir preisgeben?

Die 14-jährige Lena hatte noch nie einen Freund und das wichtigste in ihrem Leben sind für sie ihre Freundinnen und das Internetportal "MyWorld". Dass sie schlechte Noten nach Hause bringt und deswegen Internetverbot von ihrer Mutter auferlegt bekommt, macht sie ziemlich fertig.
Doch dies hält sie nicht davon ab, sich dennoch bei "MyWorld" einzuloggen. Als sie 4 neue Freundschaftsanfragen erhält, muss sie nicht wirklich lange über deren Annahme nachdenken. Sie prüft, ob sie gemeinsame Freunde hat, und freut sich, als Janus, welcher ihr zwar nicht bekannt, aber ihre Freundschaftsanzahl erheblich erhöht, sie auch noch anchattet. Sie denkt sich nicht viel dabei. Immerhin ist er mit ein paar Schülern der Oberstufe befreundet und so nimmt sie auch dessen Anfrage an. 

Obwohl sie Janus nicht persönlich kennt, sondern lediglich ab und an mit ihm chattet oder simst stellt sich bei ihr ein ungewohntes Gefühl ein. Sie verliebt sich in einen für sie eigentlich vollkommen Fremden. Doch wer ist Janus überhaupt?
Nach und nach erscheint ihr die Sache mit diesem immer merkwürdiger und sie versucht herauszufinden, mit wem sie es zu tun hat. Was sie herausfindet, ist alles andere als lustig und bringt nicht nur sie in Gefahr.

Der Autor verwendet in der wörtlichen Rede eine jugendliche Sprache. Zu den Protagonisten, deren Handlungen und Benehmen passt dies sehr gut und lässt diese hierdurch sehr authentisch erscheinen und agieren. Lena reagiert so, wie es wohl einige 14-jährige in ihrer Situation tun würden. Trotz dessen, dass sich bei ihr nach und nach das Gefühl von Angst einstellt, traut sie sich nicht, sich ihren Eltern anzuvertrauen. Lediglich ihre beste Freundin weiß bescheid und ist glücklicherweise wesentlich skeptischer als Lena oder die anderen Mädels ihrer Gruppe.  Für diese ist vor allem deren Lipgloss oder der süße Typ der letzten Party Gesprächsthema.

Lena muss am eigenen Leib erfahren, was im Internet alles öffentlich zugänglich ist, wie auf Dinge, welche sie postet reagiert werden kann und das Onlinefreundschaften nicht alles sind.  Ich fand dieses Buch sehr spannend und es hat mich nicht nur spannend unterhalten sondern ebenso zum Nachdenken angeregt. Meiner Meinung nach sollte, gerade in der heutigen Internetzeit, dieses Thema wesentlich öfter auf den Tisch gebracht werden!  

Durch die Ich-Perspektive aus Lenas Sicht kennt man deren Gedanken sowie Gefühle und kann sich gut in sie hineinversetzen. Manchmal hätte ich gerne schützend meine Arme um sie gelegt, weil sie trotz oder gerade wegen ihrer (jugendlichen) Unwissenheit hier und da hilflos erscheint, sich jedoch nicht unterkriegen lässt. Das ist es auch, was sie so sympathisch macht. Lena ist keineswegs eine dumme Protagonistin. Sie ist selbstbewusst und macht sich einfach "nur" zu wenig Gedanken was sie zunächst vielleicht naiv erscheinen lässt im Ganzen allerdings nicht wirklich ihren Charakter ausmacht. Dies bringt der Autor sehr authentisch zum Ausdruck.



Jens Hildebrand verknüpft hier gekonnt die Aufklärfunktion mit spannendem Lesestoff ohne böse den Zeigefinger zu erheben. Durch den leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil ist man sofort mitten in der Geschichte gefangen.
Mit "Cyberstalker" konnte der Autor mich sehr von sich überzeugen und in seinen Bann ziehen. Ein Beiseitelegen, war mir unmöglich, wollte ich doch wissen, wie es für Lena weitergehen würde. Von mir erhält dieses Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung - welche ich vor allem Jungendlichen sehr ans Herz legen möchte.

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