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Montag, 29. Oktober 2012

Falaysia - Fremde Welt

Titel: Falaysia - Fremde Welt                                                           
                                             
Autor:
Ina Linger
Erscheinungsdatum:
2. Juli 2012
ASIN:
B00COAJUUA
Seitenanzahl:
295
Verlag: epubli GmbH



Cover- und Klappentextrecht: Ina Linger

"Mit ihren achtundzwanzig Jahren ist Jenna eigentlich zu alt um an Zauberei, fremde Welten und anderen Unsinn zu glauben, doch als sie eines Tages mitten in einem ihr unbekannten Wald aufwacht und bald ziemlich seltsamen Menschen begegnet, die irgendwie noch im Mittelalter zu leben scheinen, erahnt sie langsam, dass manchmal das Unmögliche doch zur Realität werden kann. Was sie nicht weiß, ist, dass sie in das gefährliche Spiel zweier Magier geraten ist, die noch eine Rechnung miteinander zu begleichen haben und von denen einer ihre von ihr so geliebte Tante Melina ist…"

"Falaysia - Fremde Welt", erzählt eine Fantasy-Geschichte um die Protagonistin Jenna, welche ungewollt in das Spiel zweier Magier gerät. Unerwartet erwacht sie in einer mittelalterlichen Welt und versucht zu begreifen, was gerade passiert ist.

Der Prolog beginnt sehr rätselhaft und es dauert eine Weile, bis man dahinter kommt, was in diesem genau passiert. Unterteilt ist die Handlung in 3 Kapitel, welche in unserer Welt spielen. Die restlichen Kapitel tragen verschiedene Namen als Überschrift und spielen in der von Magiern geschaffenen Parallelwelt. Der Aufbau sowie die Beschreibung der kleinen Dörfer wie zum Beispiel Allgrizia oder Xadred sind der Autorin sehr schön gelungen.

Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass es hier entweder gute oder böse Charaktere  gibt. Wie ich jedoch schnell feststellen durfte, hat die Autorin hier und da Grauzonen mit eingeflochten, weshalb ich mir bei einigen nun doch ziemlich unschlüssig bin, in welche "Schublade" diese wohl zu stecken sind. Wer meinen Blog verfolgt, wird wissen, dass ich oftmals die Bösewichte gegenüber den netten Protagonisten ansprechender finde - so ist es auch in "Falaysia". Eine Dreiecksbeziehung bahnt sich hier zwar nicht direkt an, es könnte jedoch durchaus zu dieser Situation kommen. Die Liebe findet (bislang) keinen großen Platz, was im Anbetracht der Situation in welcher Jenna sich befindet, sehr stimmig wirkt. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass sie sich zu einem Protagonisten hingezogen fühlt. Dies beschränkt sich auf hier und da ein paar andeutende Szenen, was ich jedoch als gelungen in die Handlung integriert empfunden habe.

Die Charaktere der Hauptprotagonisten Jenna, Marek und Leon sind interessant dargestellt. Man lernt sie ein bisschen kennen und weiß dennoch nicht allzu viel über sie, was der Handlung Spannung verleiht, sie stellenweise aber auch leicht blass erscheinen lässt. Oftmals war ich mir nicht wirklich sicher, was diese wohl als nächstes unternehmen werden und wurde so einige Male durch deren Tun und den Verlauf der Handlung sehr überrascht. Da es einen zweiten Teil geben wird, gehe ich davon aus, dass man die Protagonisten im Folgeband noch etwas näher kennenlernen darf. Nebenprotagonisten wie zum Beispiel Jenna´s Tante Melina oder Benny, der Bruder von Jenna, sind ebenfalls ziemlich blass dargestellt. Ich gestehe, ich habe mich während des Lesens gefragt, weshalb zum Beispiel Benny in die Geschichte eingeführt wurde. Zum Ende hin klärt sich aber auch diese Frage. Und auch hier kann ich nur wiederholen: Es folgt noch ein Band.

Was mir nicht so gefallen hat, war das relativ schnelle "Einleben" von Jenna, in der ihr so fremden Welt. Ihr Heimweh schien sich nur auf ein weiches Bett zu beschränken. Sie ist eine Heldin, welche nicht übermäßig zur mutigen Draufgängerin mutiert, was sie authentisch hat erscheinen lassen. Sowohl Angriffe von Kriegern als auch wilden Tieren, welchen ich gewiss nie persönlich begegnen möchte, meistert sie sehr authentisch. Diese gefährlichen Situationen haben mich mehr als einmal heftig schlucken lassen. Zunächst scheint Jenna sehr schutzlos, kann sie weder die herrschende Sprache noch kennt sie sich mit den Umgangsformen oder Umständen in der ihr fremden Welt aus.

Doch eine prekäre Situation bringt sie in die glückliche Lage sich etwas anzueignen, was nicht nur ihr, sondern auch Leon sehr weiterhilft. Gemeinsam ziehen sie weiter, um dem Geheimnis welches sie lösen möchten auf die Schliche zu kommen und einen möglichen Weg aus ihrer Situation zu finden. Da dieser Weg nicht gerade einfach und man ebenso ratlos wie die Protagonisten ist, ist die Spannung stets recht hoch.

Ebenso noch wenig geklärt und daher ziemlich geheimnisvoll ist der Sinn beziehungsweise Gewinn des ganzen Spieles, welcher ab und an angedeutet wurde. Welche Rolle die Protagonisten darin nun genau spielen sollen, lässt sich nach "Falaysia - Fremde Welt" nur erahnen. Mit einem gemeinen Cliffhanger endet dieser erste Band, was meine Neugierde auf Band 2 weiter geschürt hat.

"Falaysia - Fremde Welten" erzählt aus der auktorialen Erzählperspektive die Geschichte um Jenna und Leon, welcher langsam vom Fremden zu ihrem Freund wird. Gemeinsam versuchen sie, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Angriffe von Kriegern sowie wilden Tieren meisten sie souverän und spannend erzählt. Der Sprung zwischen der realen und der parallelen Welt ist der Autorin gut gelungen und die Handlung wirkt sehr stimmig und lässt sich flüssig lesen. Dennoch gibt Falaysia viele Rätsel auf. Die Idee finde ich sehr gelungen und ich bin gespannt, wie es um Jenna, Leon und Marek in Trachonien weitergehen wird.
Dieser Band wird Ende diesen Jahres erscheinen.

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