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Montag, 17. September 2012

Shades of Grey - Gefährliche Liebe




Titel: Shades of Grey: Gefährliche Liebe                                                                             
Autor:
E.L. Jamens
Originaltitel:
Fifty Shades Darker
Übersetzer:
Andrea Brandl, Sonja Hauser
Erscheinungsdatum:
3. September 2012
ISBN:
978-3442478965
Seitenanzahl:
608
Verlag:
Goldmann Verlag




VORSICHT REZENSION SPOILERT DAS ENDE VOM 1. BAND

Verunsichert durch die gefährlichen Leidenschaften und dunklen Geheimnisse ihres Liebhabers Christian Grey, bricht Ana Steele ihre Beziehung zu dem attraktiven jungen Mann ab und versucht wieder ein ruhiges Leben zu führen. Aber Anas Verlangen nach Christian ist ungebrochen, so sehr sie dies auch zu verleugnen sucht. Als Christian vorschlägt, sich wenigstens noch ein einziges Mal mit ihr zu treffen, willigt Ana daher sofort ein – und beginnt erneut eine Affäre mit ihm. Eine höchst gefährliche Affäre, in der sie immer wieder Grenzen überschreitet, in der sie aber auch mehr über die Vergangenheit von Christian erfährt - eine Vergangenheit, die ihn zu einem ebenso verletzlichen wie faszinierenden Mann gemacht haben, der seitdem mit seinen inneren Dämonen kämpft. Gleichzeitig sieht sich Ana der Eifersucht der Frauen gegenüber, die vor ihr Christians Liebhaberinnen waren. Und sie muss die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen. Eine Entscheidung, bei der ihr niemand helfen kann ...


Ich gestehe, die Rezension zum ersten Band steht noch aus. Da ich allerdings mein zweites "Date" mit Mr. Grey heute beendet habe, folgt nun erst einmal die Rezension zum zweiten Band. Auch dieser hat sich ziemlich schnell und flüssig lesen lassen. Dies liegt unter anderem am einfachen Schreibstil der Autorin. Obwohl auch dieses Buch sicherlich keine schriftstellerische Meisterleistung ist, hat es sich doch besser lesen lassen als der erste Teil.

 

Die Geschichte knüpft direkt an den Vorgängerband an. Ana hat Christian verlassen, da sie mit der Situation einfach nicht zurechtkommt und mehr möchte, als nur seine SuB sein.  In sich zurückgekehrt und ein Tagesablauf, welcher aus arbeiten sowie weinen besteht, schlägt sich Ana durch die Tage. Bis sie eine Mail von Christian erhält, welcher sie auf die Ausstellung von José begleiten möchte - sofern sie dies wünscht.

Meine Befürchtung, dass José die Gelegenheit beim Schopf packt und Christian dadurch erst einmal in den Hintergrund gedrängt wird, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Aspekt, dass man viel hinter Christians Fassade blickt. Die Autorin nimmt einen durch die Ich-Perspektive von Ana mit auf eine "Reise," in welcher es darum geht, Christians Gründe, warum er so ist, wie er ist, zu erkunden.  Ob ich persönlich ihm dies nachsehen könnte, sei einmal dahingestellt, aber ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht ein bisschen geschockt über sein Geständnis war.
Dennoch erklärt es so einiges und lässt auch den ersten Band schlüssiger erscheinen.

Die Charaktere von Ana und Christian werden in diesem Band weiter ausgebaut und ausgearbeitet. Auch die geheimnisvolle Mrs. Robinson taucht auf und man lernt sie etwas besser kennen, ebenso wie Taylor. Trotz dem Hauptaugenmerk auf Ana und Christian leben diese nicht plötzlich abgeschieden von der Außenwelt. Das Leben geht weiter und ist alles andere als leicht für die zwei Hauptprotagonisten. Denn neben dem Versuch eine Beziehung zueinander aufzubauen, ist da noch jemand, der mit der Beziehung der beiden alles andere als glücklich ist... Was beide in große Gefahr bringt.

Mit Christians Art könnte ich wohl nicht so wirklich umgehen und dennoch fasziniert er mich. Dieser nette, sympathische junge Mann, welcher geradezu zerfressen von Selbstzweifeln ist, ist mir durchaus sympathisch - gäbe es hier nicht seine herrische Art. Hiermit würde ich persönlich gewiss nicht zurechtkommen und Streitereien - wesentlich lauter und länger andauernde als mit Ana - wären dem guten Kerl vorprogrammiert. Das ist auch der Aspekt, welchen ich bei Ana nicht sonderlich nachvollziehen kann. Natürlich sie ist verliebt, es ist alles so weit schlüssig erklärt und teilweise auch nachvollziehbar für mich. Dennoch hat mich immer wieder gestört, dass Ana null Selbstvertrauen hat und nach jedem Streit ziemlich schnell klein beigibt - ein Lächeln und sie war Christian verfallen. 

Hier möchte ich auch gleich die erotischen Szenen erwähnen. Diese waren angenehm zu lesen, auch wenn sich die Autorin nicht wirklich selbst übertroffen hat. Es gibt, gerade im Genre Erotik, einige Autorinnen, welche abwechslungsreichere und sinnlichere Szenen schreiben. Denn teilweise fand ich diese sehr ähnlich vom Ablauf her und (ja, ich kann es selbst kaum glauben) zuviel des Guten. Hier wäre, meiner Meinung nach, Qualität vor Quantität im Ausbau der Szenen schöner zu lesen gewesen. 

Dennoch konnte ich das Buch einfach nicht beiseitelegen, und auch wenn das Ende leicht vorhersehbar war, werde ich gewiss den dritten Band der Reihe lesen. Denn ja, irgendwie sind mir beide Protagonisten ans Herz gewachsen und ich möchte unbedingt wissen, wie es für sie weitergehen wird.


Ein locker und leicht zu lesender Schreibstil, lässt einen sofort wieder in die Beziehung zwischen Ana und Christian eintauchen. Gespickt voller Höhen und Tiefen für Ana und Christian ist "Shades of Grey - Gefährliche Liebe" ein Buch, welches mich gut unterhalten konnte und welches ich deshalb nur schwer aus der Hand legen konnte. Klar, es ist keine schriftstellerische Meisterleistung und auch Wiederholungen gibt es erneut genügend. Doch man sollte nicht vergessen, dass die Idee dieser Geschichte, aus einer Fan-Fiction entstanden ist.

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