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Mittwoch, 29. Februar 2012

Das Land der verlorenen Träume

Autor: Caragh O´Brien
Übersetzer: Oliver Plaschka
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
ISBN-Nr.: 3453267281

erschienen im Heyne-Verlag

*Vorsicht SPOILER! falls ihr "Die Stadt der verschwundenen Kinder" noch nicht gelesen habt*





Kurzbeschreibung:
Sei stark und mutig, Gaia!

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Meine Meinung:
Bei "Das Land der verlorenen Träume" handelt es sich um den zweiten Band von Caragh O´Brien mit der jungen Hebamme Gaia Stone als Hauptprotagonistin. Da ich vom ersten Teil "Die Stadt der verschwundenen Kinder" angetan war, dieser mich jedoch nicht 100 %-tig von sich überzeugen konnte, war ich umso begeisterter als ich diesen zweiten Band beendet hatte!

Caragh O´Brien erzählt aus der auktorialen Erzählperspektive wie die 16 jährige Gaia nach ihrer Flucht aus der Enklave versucht ihr eigenes und das Leben ihrer Schwester Maya zu retten. Als Maya kurz vor dem Verhungern ist, werden sie von einem Unbekannten gefunden, welcher sie so schnell wie möglich in seinen Heimatort Sylum bringt.

Dort wird Gaia der Matrarch, welche das Oberhaupt von Sylum ist, vorgestellt. Diese stimmt zu, dass Gaia und deren Schwester bleiben dürfen. Zu Gaias Entsetzen wird ihr Maya jedoch weggenommen, mit der Begründung, wären sie nicht gefunden worden, hätte diese nicht überlebt und dass es einfach unverantwortlich war, das Baby mitzunehmen, ohne sicher sein zu können, dass es einen Ort wie Sylum überhaupt gibt. So weiß sie nun, dass ihre Schwester überleben wird und es ihr gut geht. Man würde versuchen die Kleine aufzupäppeln und dann in eine angemessene Familie weitergeben.

Dazu wird sie vor die Wahl gestellt - entweder sie bleibt in Sylum und hält sich an die vorherrschenden Gesetze oder sie verlässt den Ort. Gaia braucht nicht lange zu überlegen - immerhin ist ihre Schwester hier.
Und so bleibt sie in Sylum, welches ein merkwürdiges Phänomen mit sich bringt, ihr die Schwester genommen hat und deren Matrarch sie nach einem Vertrauensbruch stets im Auge behält.

Der Schreibstil von Caragh O´Brien ist flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte ist interessant und fesselnd geschrieben, sodass ich das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen hatte.
Die Geschichte um Sylum und dessen Strukturierung hat mir sehr gut - ja, sogar besser als "Die Stadt der verschwundenen Kinder" gefallen.

Der Ort, welchen die Autorin diesmal erschaffen hat, ist sehr interessant aber auch rätselhaft dargestellt. Die Lebensform, welche hier geschaffen wurde, war zwar anders als die der Enklave aber dennoch waren gewisse Parallelen zu finden.
So wird Sylum von den Frauen regiert. Diese werden geachtet, respektiert und unverheiratete Frauen beziehungsweise Mädchen dürfen von Männern nicht berührt werden. Männer sind generell das schwache Geschlecht und müssen sich dem unterordnen, was die Frauen vorgegeben haben.
Dieser Umstand ist laut der Matrarch zwingend erforderlich und die Gründe hierfür werden im Laufe der Handlung auch schlüssig erklärt. Dennoch war ich hin und her gerissen, was ich davon halten sollte.

Gaia´s Charakter ist anders als im ersten Band. Sie hat sich verändert und versucht sich anzupassen um nicht den Unmut der Matrarch auf sich zu ziehen. Innerlich hat es in mir geschrien. Die Gründe, welche die Matrarch nennt, weshalb sie sich so zu verhalten hat waren nachvollziehbar und auch verständlich und dennoch habe ich mich stellenweise in die Enklave zurückversetzt gefühlt. Die Umstände sind anders und sich doch wieder so ähnlich, dass für mich Gaias Zwiespalt sehr gut nachvollziehbar war. Oftmals musste ich mich selbst oft fragen, wie hätte ich wohl in dieser Situation gehandelt?

Aufgrund der neuen Umgebung, lies sich das einbringen neuer Charaktere nicht vermeiden. Diese waren gut ausgearbeitet und wirkten allesamt authentisch. Somit gelang es der Autorin weitere sympathische Persönlichkeiten in die Geschichte einzubinden, auf deren Erscheinen ich mich im dritten Teil jetzt schon freue.

Auch die Romantik kam in diesem Teil nicht zu kurz. Gekonnt wurden die spannenden und romantischen Handlungsstränge miteinander verwebt, wodurch diese während keiner Stelle langatmig oder langweilig wurde.
  
Ich persönlich fand diesen Teil durchweg klasse! Oftmals war ich von Folgebänden enttäuscht worden, nicht so hier. Das Ende ist in sich geschlossen und bietet dennoch einen guten Übergang für den dritten Band, welcher hoffentlich bald erscheinen und diesem Teil in nichts nachstehen wird.

Mein Fazit:
"Das Land der verlorenen Träume" hat mich voll und ganz von sich überzeugen können. Es bietet alles, was es benötigt um mich zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen! Es war zwar auf eine gewisse Art und Weise anders, als sein Vorgänger, konnte mich aber wesentlich mehr überzeugen. Deshalb gibt es von mir ganz klare





5 von 5 Bücherjunkies!

Kommentare:

  1. Aaaah! Schöne Rezi :)
    Habe gesehen, dass es das nun auch bei Skoobe gibt *händereib*

    LG
    Niniji

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  2. Huhu Niniji,
    danke schön ^^

    Jaaa.. als ich das gesehen habe, habe ich mich gleich drauf gestürzt und es war toll =)
    Ich fand diesen Teil wirklich vieeel besser als den ersten :)

    Lg, Sonja

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