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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Wenn du mich siehst

von Tara Hudson
ISBN-10: 3453267230

Kurzbeschreibung:
Eine Liebe, die selbst den Tod besiegt

Amelia ist 18 – zum Zeitpunkt ihres Todes. Seitdem streift sie als ruheloser Geist durch die Kleinstadt, in der sie einst zur Schule ging, mit Freunden die Nachmittag verbrachte, lernte, lachte, liebte: All dies scheint ihr unwiderruflich verloren. Doch dann lernt sie Joshua kennen, der mit seinem Wagen über die Böschung schießt und beinahe ertrinkt – in jenem Fluss, in dem Amelia ihren Tod fand. In letzter Minute wird er gerettet. Tief in den dunklen Fluten aber erblickt er für einen Sekundenbruchteil Amelia, die ihm in dem verzweifelten Versuch zu helfen hinterhergesprungen ist. Und das Wunder geschieht: Die Gabe, Amelia sehen, hören und sogar berühren zu können, bleibt Joshua erhalten. Er trifft sich mit ihr und die anfängliche Beklommenheit beider weicht bald einer zarten Liebe. An seiner Seite kann Amelia das unheimliche Zwischenreich, in dem sie einer Gefangenen gleich orientierungslos umherirrte, verlassen und ein Stück weit ins Leben zurückkehren. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Denn da ist noch jemand, der Amelia sehen kann, jemand, der Böses im Sinn hat und sie endgültig ins Jenseits befördern will …

Meine Meinung:
Als ich den Roman zum ersten Mal gesehen hatte, dachte ich mir: "Oh schööööön, eine Geistergeschichte!!" Nachdem ich von "Der Geist der mich liebte" und "Nicht alle Geister lieben mich" absolut begeistert war, hatte ich mich richtig darauf gefreut mal wieder eine Geschichte mit einem Geist als Protagonist zu lesen. 
Leider wurde meine Freude jedoch getrübt. 
Bei "Wenn du mich siehst" handelt es sich um Tara Hudsons ersten Roman, in welchem ihr die Grundidee der Geschichte gelungen und durchaus ausbaufähig ist, aber an der Umsetzung hapert es dann ein bisschen und so konnte sie mich leider nicht wirklich überzeugen.
Gleich zu Beginn wird man in die Handlung hineingeschmissen und lernt die 18-jährige Amelia kennen, welche ein Geist ist und seit ihrem Tod ruhelos umherstreift, da sie an ihr Leben keine großen Erinnerungen mehr hat.
Der Charakter von Amelia ist zwar raffiniert durchdacht, scheitert dann aber an der Umsetzung. 
Dies passiert der Autorin so oft, dass ich oftmals völlig vergessen hatte, eine Geistergeschichte zu lese.
Sie atmet, keucht und hegt menschliche Gefühle, das passte nicht so ganz zu den anfangs im Buch angesprochenen "Geisterklischees".

Joshuas Charakter wurde etwas besser ausgearbeitet. Er verkörpert den netten, gutaussehenden Jungen von neben an, ist einem durchaus sympathisch und sein Handeln und tun sind nachvollziehbar, allerdings wirkt er auf mich persönlich dadurch schon wieder ein bisschen zu perfekt. 
Der spannendere Handlungsstrang, ist der, um Joshuas Großmutter Ruth und Eli. 
Eli, ist ebenfalls ein Geist, welcher Amelia an seiner Seite haben möchte. Von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen. Ebenso wie um Joshuas Familie - denn diese wurde zwar immer mal wieder kurz erwähnt dies war jedoch immer so kurz angerissen und hätte bei einer deutlicheren Ausführung sicherlich noch etwas an der Spannung zugetan.

Die Dialoge sind kurz, schlicht und ohne tiefe. Somit ist der Roman schnell und locker zu lesen, was aber auch kein großes Kribbelgefühl wie bei anderen Romanen aufkommen lässt. 
Auch wenn es vielleicht so klingen mag, es ist nicht so, dass das Buch durchweg langweilig war, sonst hätte ich es gewiss sofort abgebrochen, nur die gerade aufgeführten Aspekte haben mein Lesevergnügen etwas getrübt. Ansich war die Geschichte schon fesselnd und faszinierend, so erlebt man mit wie Amelia nach und nach den Geheimnisen um Eli, ihrem unruhigen Umherwandern, dem Leben und dem Tod nach und nach auf die Spur kommt. Aber manches hätte die Autorin vielleicht besser durchdenken, ausführlicher mit anführen oder gleich ganz weglassen sollen.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, da es sich jedoch um eine Trilogie handelt, bleibt zu hoffen, dass manche Handlungsstränge in den Folgeteilen ausführlicher  beschrieben und weitergeführt werden. Ich werde euch auf jeden Fall darüber berichten ;-)

Mein Fazit:
"Wenn du mich siehst" ist eine seichte Lektüre, von welcher man sowohl Sprachlich als auch Inhaltlich nicht viel erwarten sollte. Manche Aspekte sind durchaus ausbaufähig, was hoffentlich in den Folgebändern umgesetzt wird. Ein Buch welches man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss - die "ich muss uuuuunbedingt wissen wie es weiter geht" - Frage, kam bei mir persönlich nicht auf.





3 von 5 Bücherjunkies

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