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Montag, 19. September 2011

Tote Mädchen lügen nicht

von Jay Asher
ISBN-10: 3570160203

Kurzbeschreibung:
Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Meine Meinung:
Mit Tote Mädchen lügen nicht ist Jay Asher ein grandioser Erstlingsroman gelungen.
Bevor ihr dieses Buch verschlingt, sorgt dafür, dass ihr genügen Zeit und Ruhe zum Lesen habt, denn dieses Buch aus der Hand zu legen fällt sehr, sehr schwer. Und auch, nachdem ihr es beendet habt, werdet ihr Hannah und Clay nicht so schnell vergessen können.

Zwei Wochen sind seit Hannahs Selbstmord vergangen, als Clay ein Päckchen an seiner Tür findet. In diesem Päckchen befinden sich Kassetten. Vollkommen ahnungslos, was sich darauf befindet, legt er die erste Kassette ein und hört ihre Stimme. Die Stimme, welche er seit zwei Wochen nicht gehört hat, die Stimme, des Mädchens, in das er sich verliebt hatte, die Stimme von Hannah Baker, welche sich vollkommen überraschend das Leben genommen hat.

Wie Clay schnell herausfindet, wird sie auf den Kassetten die Gründe ihres Selbstmordes mitteilen. Mit jedem, der diese bekommt, hat ihr Selbstmord etwas zu tun. Clay ist verwirrt, immerhin war er in sie verliebt, wie kann er daran Schuld haben?
Vor jeder neuen Kassette kommt er ins Schwitzen, kommt nun sein Name? Was hat er mit ihrem Tod zu tun?

Schritt für Schritt erzählt Hannah von ihren Beweggründen. Handlungen von Anderen welche für Außenstehende vollkommen labidar aussehen ergeben plötzlich einen Sinn für ihre Beweggründe. Und so setzen sich die Puzzelteile zusammen. Die Gründe für den Selbstmord, welcher wohl doch nicht so überraschend war, wie anfangs gedacht, werden nach und nach aufgeklärt..

Jay Asher schafft es, einen in seinen Bann zu ziehen und das Buch lässt einen nach dem Beenden viel Nachdenken.

Zwischen der Erzählung von Hannah welche in Kursivschrift gehalten ist, erfährt man, was Clay gerade tut. Dies geschieht ohne verwirrend für den Leser zu sein. Clay folgt Hannahs Wege, geht dahin wo sie schlimme Dinge erlebt hat, durchlebt sie mit ihr.

Dafür hat sie jedem Beteiligten eine Karte mit roten Markierungen zukommen lassen, welche sie in ihrer Erzählung ebenfalls erwähnt. Und so erlebt man die letzten Monate von Hannah mit, erfährt, wie sie gelitten hat und kommt selbst ins Grübeln, ob man allen Bekannten, Freunden und der Familie nicht selbst einen zweiten Blick zuwerfen sollte. Denn wie schnell übersieht man, wie schlecht es anderen geht, obwohl sie innerlich zu zerbrechen drohen.

Selbstmord - ein sehr trauriges Thema, welches vielleicht oftmals verhindert hätte werden können, hätte man sich etwas mehr Zeit genommen und einen Blick hinter die Fassade geworfen.

Mein Fazit:
Tote Mädchen lügen nicht, ist ein grandioses Buch, welches den Leser bis zur letzten Seite fesselt und einen auch nach dem Ende des Buches nicht mehr los lässt sondern sehr zum Nachdenken anregt.






5 von 5 Bücherjunkies

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